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China schielt nach deutscher Roboter-Technik

16. März 2016, 08:43 Uhr   |  Günter Herkommer

China schielt nach deutscher Roboter-Technik
© Huawei

Die gemeinsame 'Signing Ceremony' in Hannover (v.r.n.l.): Yan Lida (President of Huawei Business Group), Ryan Ding (Executive Director and President of Products & Solutions von Huawei), Kevin Hu (CEO von Huawei Technologies Deutschland), Peter Mohnen (CFO der Kuka AG), Stefan Lampa (CEO von Kuka Roboter) und Bing Kong (CEO Kuka Roboter China).

Der chinesische Huawei-Konzern hat mit Kuka auf der Cebit ein 'memorandum of understanding' unterzeichnet. Das Ziel: Die Entwicklung von 'smart manufacturing solutions' für industrielle Märkte in Europa und China.

Huawei zählt zu den weltweit größten Anbietern von Informationstechnologie und Telekommunikationslösungen (ITK). Mit seinen rund 170.000 Mitarbeitern setzte der chinesische Konzern im Jahr 2014 rund 46,5 Mrd. US-Dollar um. Im Rahmen der Cebit 2016 verkündete nun Ryan Ding, Executive Director and President of Products & Solutions bei Huawei, eine Kooperation mit dem Augsburger Maschinenbauer Kuka. Konkret wollen beide Unternehmen auf den Gebieten Cloud Computing, Big Data, mobile Technologien sowie bei der Entwicklung und Programmierung von Industrie-Robotern für ‚smarte‘ Produktionsumgebungen insbesondere im Elektronik-Umfeld zusammenarbeiten. Eine wichtige Rolle spielen in diesem Kontext zudem Themen wie das Internet der Dinge (IoT), Wireless- und 5G-Netzwerke oder auch Huawei‘s infrastructure-as-a-service (IaaS) Lösungen.

Peter Mohnen, CFO von Kuka, äußerte sich wie folgt zur Kooperation mit Huawei: "Die Digitalisierung und die Implementierung von Industrie 4.0 bringen fundamentale Veränderungen für die industrielle Produktion mit sich und erfordern neue Produkte, Lösungen und Konzepte. Insbesondere die Elektronikindustrie ist mit der Herausforderung einer steigenden Anzahl neuer Produkte, einem schneller werdenden Entwicklungstempo und kürzeren Produktlebenszyklen konfrontiert. Wir sehen hier ein großes Potenzial für robotergestützte Lösungen".

Dabei ist Huawei nicht der einzige chinesische Konzern, der verstärkt an Robotertechnik 'made in germany' interessiert ist. So wurde vor kurzem bekannt, dass der chinesische Klimaanlagen- und Haushaltsgerätehersteller Midea seine bisherige 10,2-%-Beteiligung an Kuka aufstocken möchte und mit diesem Vorhaben "strategische Ziele" verfolge. Größter Kuka-Aktionär ist derzeit noch der schwäbische Anlagenbauer Voith mit einem Anteil von rund 25 %. Midea war im August vergangenen Jahres zunächst mit 5 % bei Kuka eingestiegen und Anfang Februar zum zweitgrößten Aktionär aufgestiegen - noch vor dem hessischen Unternehmer Friedhelm Loh, der 10 % hält.

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