Automatica 2022

Automatica im neuen Turnus

28. Juni 2022, 8:40 Uhr | Daniel Schilling/Andreas Mühlbauer
Automatica 2022 - der Andrang war groß
© Messe München

574 Aussteller und über 28.000 Besucher, so lautet die Bilanz der diesjährigen Automatica. Die nächste Robotikmesse findet schon 2023 statt.

Gleich den Messestart nutzten die Messe München, um auf eine grundlegende Veränderung im Turnus der Automatica hinzuweisen: In Zukunft soll die Robotikmesse mit der Laser World of Photonics stattfinden und ihren Takt von den graden auf die ungraden Jahre ändern. Nächster Termin wird der 27. bis 30. Juni 2023 sein. Dr. Reinhard Pfeiffer, Geschäftsführer der Messe München: »Sowohl Laser wie Automatica bieten als Fertigungsgeneralisten Lösungen für alle Branchen. Und es gibt Schnittmengen, die ausbaufähig sind. Aussteller und Besucher beider Leitmessen können daher in Zukunft Mehrwerte schöpfen und damit den Messeauftritt noch wertvoller gestalten.«

Automatica 2022 - Zufriedene Aussteller, zufriedener Veranstalter

Die Bilanz für die Automatica 2022 fällt positiv aus. Pfeiffer: »Wir haben hier die Zukunft der Automation und Robotik erleben dürfen. Es ist unglaublich, wie groß die Innovationsdichte in dieser Branche ist und ich freue mich natürlich sehr, dass die automatica von zahlreichen Ausstellern wieder als die Plattform gewählt wurde, auf der Neuheiten erstmalig präsentiert werden. Das ist die beste Voraussetzung dafür, dass die automatica bereits im nächsten Jahr auf diesem Erfolg aufbauen kann.«

Insgesamt 574 Aussteller aus 35 Ländern und über 28.000 Besucher aus rund 75 Ländern nahmen an dieser Weltleitmesse für intelligente Automation und Robotik teil. Die Top-Ten-Ausstellerländer nach Deutschland waren Italien, die Schweiz, Österreich, Dänemark, die Niederlande, Kanada, Frankreich, Polen, UK und die USA. Der Anteil internationaler Besucher lag bei rund 38 %, mit einer hohen Beteiligung insbesondere aus Osteuropa.

Für Frank Konrad, Geschäftsführer von Hahn Automation und Vorsitzender des VDMA-Fachverbands Robotik + Automation, steht nach vier Messetagen fest: »Die automatica als führende Leitmesse bietet seit Jahren eine exklusive Plattform, um Branchentrends und Innovationen auszustellen, zu erkennen und zukünftig weiterzuentwickeln. Viele hochqualifizierte Interessenten und Kunden waren vor Ort und haben die Möglichkeit des direkten Kontakts und offener Kommunikation gesucht.«

Digital gut, persönliche Interaktion aber unersetzbar

Auch der persönliche Austausch spielt für die Unternehmen nach der Coronapause und einer digitalen automatica sprint eine große Rolle, wie Dr. Olaf Munkelt, Geschäftsführer bei MVTec Software, bestätigt: »Man merkt, dass die Menschen wieder Lust haben, auf die Messe zu gehen. Nicht verwunderlich, denn ein Austausch face-to-face findet in der virtuellen Welt keine gleichwertige Entsprechung.« Auch David Reger, CEO und Gründer von Neura Robotics, betont die Vorteile einer Präsenzveranstaltung: »Unsere kognitiven Roboter verfügen über Sinne wie Sehen, Hören, Tasten, Denken und sind damit einzigartig in der Industrie. Diese Fähigkeiten lassen sich am besten verstehen, wenn man sie live in Aktion sieht. Hierfür sind Branchenveranstaltungen wie die automatica eine hervorragende Plattform. Seeing is believing. Wir sind überwältigt von der positiven Resonanz und der Qualität der Messebesucher.«


Das könnte Sie auch interessieren

Verwandte Artikel

Messe München GmbH

Robotik