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Aus zwei mach eins

25. März 2020, 07:50 Uhr   |  Inka Krischke

Aus zwei mach eins
© Posital

Ist-Situation in der Robotik: Für die ­Drehzahl­überwachung und Positionssteuerung pro Roboterarm sind bislang zwei ­parallel arbeitende Singleturn-Geber – plus Getriebe für die ­Synchronisation – nötig. Ein ­neuer Kit-Encoder von Posital schafft dies nun im Alleingang.

Hohlwellengeber und Multiturn beim Motorfeedback – diese Kombination funktionierte lange nicht oder nur extrem schwer. Daher gab es klassische Durchgangsgeber nahezu ausschließlich als Singleturn-Lösung. Genau diese Lücke schließt nun Sensorhersteller Posital mit seinen kapazitativen ‚Hollow Shaft‘-Kits: Sie verfügen über einen integrierten Rotationszähler, der jede einzelne Umdrehung erfasst und dokumentiert. Dabei kommt die Zählelektronik ohne externe Stromversorgung, wartungsanfällige Batterien oder aufwendige Getriebe aus. Ermöglicht wird dieser energieautarke Betrieb durch einen von Posital seit Jahren bei Vollwellen-Gebern eingesetzten Wiegand-Harvester, der Rotationsbewegungen in elektrische Impulse umsetzt und aktuell für das Hohlwellen-Design fit gemacht wurde. 

Roboter im Fokus

Zu den bevorzugten Einsatzfeldern der ‚Hollow Shaft‘-Kits zählen Roboter – vom klassischen 6-Arm-Knickroboter für Industrie-Einsätze bis zu deutlich leichteren und agileren Cobots. Nutzbringend sind die Durchgangsgeber auch in Anwendungen, bei denen es um die direkte Montage auf der Achse eines Motors geht.
Was die Hohlwellen-Kits in der Praxis leisten, lässt sich gut an typischen Robotik-Einsätzen zeigen, wo die Kits direkt in den Gelenken installiert sind. Von hier aus überwachen und steuern sie die dreidimensionalen Bewegungsabläufe der einzelnen Roboterarme. Die Messlatte in Sachen Präzision liegt hier sehr hoch – moderne Industrieroboter arbeiten mit Wiederholgenauigkeiten von bis zu 0,1 mm. 

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1. Aus zwei mach eins
2. Kapazitative ­Messtechnik
3. Energy Harvesting und Wiegand-Effekt - was ist das eigentlich?

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