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European Robotics Week 2018: Augsburg ganz im Zeichen der Robotik

Am 16. November ist die European Robotics Week (ERW) 2018 gestartet. Die Eröffnung fand in diesem Jahr in Augsburg statt. Bis zum 25. November möchte die Veranstaltungsreihe, die in ganz Europa ausgetragen wird, die Robotik der breiten Bevölkerung vermitteln.

Die Fingerhand »Schunk SVH 5« ist laut Hersteller Schunk der weltweit erste DGUV-zertifizierte Greifer für den kollaborativen Betrieb. Bildquelle: © Schunk

Die Fingerhand 'Schunk SVH 5' ist laut Hersteller Schunk der weltweit erste DGUV-zertifizierte Greifer für den kollaborativen Betrieb. Auf der Eröffnungsveranstaltung der ERW 2018 in Augsburg war sie unter anderen Robotik-Entwicklungen zu sehen.

Der Öffentlichkeit die Roboter-Forschung und Entwicklungen in diesem Bereich näher zu bringen – mit dieser Intention hat die europäischen Robotics-Community 2011 die ERW ins Leben gerufen. Organisator ist die Organisation Sparc, eine öffentlich-private Partnerschaft für Robotik-Themen zwischen euRobotics und der Europäischen Kommission.

Angekündigt sind zahlreiche Vorträge und interaktive Ausstellungen zum Thema Robotik, Automatisierung und Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine. Über 1000 Veranstaltungen in Europa sollen zeigen, wie sich Roboter auf die Arbeits-, Lebens- und Lernweise des Menschen auswirken. Jedes Jahr wählt die ERW einen Ort aus, an dem die Central-Opening-Veranstaltung stattfindet. Die diesjährige zentrale Eröffnungsveranstaltung fand in Augsburg, Bayern, statt.

Am Freitag, den 16. November, begann die ERW 2018 mit einem Eröffnungsempfang im Augsburger Rathaus. Geladene Gäste aus Industrie, Forschung und Politik sowie interessierte Besucher kamen hier zusammen. Regierungspräsident Dr. Lohner sprach ein kurzes Grußwort. 

Am Samstag, den 17. November, hielt der Zukunftsforscher Vito di Bari im Zeughaus einen Vortrag zu „Robots, AI and the Future - Technology vs. Humanity”. Damit nahm er die Zuhörer mit auf eine Reise in die Zukunft, in der Mensch und Roboter Hand in Hand zusammenarbeiten.

Bis zum Sontag, den 18. November, gab es im Augsburger Zeughaus eine Roboter-Ausstellung, zahlreiche öffentliche Vorträge sowie verschiedene Aktivitäten für Erwachsene und Kinder geben. Das war vor Ort in Augsburg zu sehen:

  • die ‚YuMi‘-Faltschachtel-Applikation von ABB, die Besucher mit Give-Aways versorgt
  • die Building-Challenge-Anwendung von Kuka, gegen die man antreten und ein Autogramm von einem Roboter erhalten kann
  • der ‚rc_visard‘ von Roboception beim Äpfelgreifen
  • die Fünf-Finger-Hand von Schunk
  • der humanoide Roboter von PAL auf den Plattformen ‚REEM-C‘ und ‚TIAGo‘
  • der Red-Dot-Design-Roboter ‚Motoman GP8‘ von Yaskawa, an dem die Besucher lernen, wie einfach es ist, Roboter zu programmieren

Was geschieht in Europa?

In Südeuropa organisiert die italienische Scuola di Robotica rund 250 Veranstaltungen. In Spanien sind rund 200 Veranstaltungen geplant, davon 180 in Katalonien. In Westeuropa organisiert Deutschland über 70 Veranstaltungen zu verschiedenen Themen, die Unternehmen und Forschungseinrichtungen gleichermaßen offen stehen.

Mittelosteuropa konzentriert sich darauf, den Zugang zu neuen Technologien für alle zu verbessern. In Rumänien unterrichtet e-Civis, der Organisator des Europäischen Robotik-Forums 2019, die Lehrer, wie man Robotik in die Lehrpläne integriert, und Bosnien-Herzegowina und Ungarn werden beide Kinderworkshops zu Programmen und Wettbewerben organisieren.