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‚Joseph F. Engelberger Robotics Award‘: Robotik-Preis für Gudrun Litzenberger und Esben Østergaard

Die American Robotic Industries Association (RIA) hat Gudrun Litzenberger und Esben Østergaard mit dem 'Engelberger Robotics Award 2018' geehrt. Beide haben sich in der Robotik-Industrie verdient gemacht.

Die Preisträger und Preisüberbringer des  Engelberger Robotics Awards Bildquelle: © RIA

Die beiden Preisträger - Gudrun Litzenberger und Esben Østegaard (2. von rechts) - zwischen ihren Gratulanten Joe Gemma vom IFR (ganz links) und Jeff Burnstein von der RIA (ganz rechts)

Als Leiterin des IFR-Statistik-Departments hat Gundrun Litzenberger die ‚World Robotics Statistics‘ weiterentwickelt. „Das herausragende Engagement von Gudrun Litzenberger hat die International Federation of Robotics als wichtigste Quelle der globalen Roboterstatistik in einer Zeit etabliert, in der das Interesse an Robotik exponentiell wächst“, sagt Jeff Burnstein, Präsident der RIA. „Darüber hinaus hat sich Litzenberger als unermüdliche Botschafterin unserer Branche rund um den Globus verdient gemacht.” Litzenberger arbeitet seit 1986 für den VDMA. Im Jahr 2002 wechselte sie in den VDMA Fachverband Robotik und Automation und war dort für den Bereich „Statistik“ zuständig. Anschließend übernahm Litzenberger 2003 die Verantwortung für die World Robotics Statistics und erstellt seit 2005 den jährlichen ‚IFR World Robotics Report‘. Diese Studie deckt alle marktrelevanten Aktivitäten von Industrie- und Service-Robotern ab. Seit 2008 ist Litzenberger als Generalsekretärin beim IFR tätig. Die International Federation of Robotics vertritt mehr als 50 Hersteller von Industrierobotern sowie nationale Roboterverbände aus über zwanzig Ländern und wurde 1987 als non-profit Organisation gegründet.

Der zweite Preisträger des ‘Engelberger Robotics Award 2018’ ist Esben Østergaard. Als CTO bei Universal Robots verantwortet er die Entwicklung kollaborativer Roboterarme. Seine Arbeit hat es möglich gemacht, “dass Roboter heute in Applikationen und Industriezweigen arbeiten, die früher als undenkbar galten”, so Burnstein. “Sein Fokus auf den kollaborativen Apsekt hat gerade bei kleinen und mittleren Unternehmen, die früher nicht mal im Ansatz über Robotik nachgedacht haben, ein immenses Interesse gewekt.”, so Burnstein weiter. Dank Østergaard brachte Universal Robots 2008 den weltweit ersten wirtschaftlich nutzbaren Roboter auf den Markt, der auch ohne Schutzumhausung sicher neben Menschen arbeiten kann. In einer Zeit, in der die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter noch ein Novum darstellte, bedeutete das ein immenses, finanzielles Risiko. Doch der Roboter von Østergaard und seinem Team war nicht nur sicher, sondern auch leicht, einfach zu bedienen und flexibel. Erstmalig sind hier eine fortgeschrittene Roboterprogrammierung mit benutzerfreundlicher Bedienung über eine intuitive Tablet-Oberfläche kombiniert. Damit ist es Anwendern auch ohne Programmiererfahrung möglich, die Roboter schnell einzurichten und zu bedienen. Østergaard entwickelte auch die Kraft- und Sicherheitssteuerung des Roboters. Diese sorgt dafür, dass der Roboter bei einer Kollision mit einer Person automatisch den Betrieb einstellt und keine Personenschäden verursacht, wobei die aktuellen Sicherheitsanforderungen an Kraft- und Drehmomentbegrenzungen eingehalten werden.

Zum ‚Engelberger Robotics Award‘ nach Joseph F. Engelberger

Joseph F. Engelberger, der als „Vater der Robotik“ gilt, war Gründer und Präsident von Unimation - dem weltweit ersten Hersteller von Industrierobotern. Der nach ihm benannte  Award wird für den „Beitrag zur Förderung der Robotik im Dienste der Menschheit“ verliehen. Der Preis ist mit 5.000 Dollar dotiert und umfasst die Kategorien: Technologieentwicklung, Anwendung, Ausbildung und Leadership.