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Robotik/Montage/Handhabung: Ausblick auf die Automatica 2018

Vom 19. bis zum 22. Juni ist das Messegelände München wieder fest im Griff der Robotik-Branche. Denn dann öffnet dort einmal mehr die 'Automatica' ihre Tore, zu der in diesem Jahr knapp 900 Aussteller in sechs voll belegten Hallen erwartet werden.

Messe Automatica in München Bildquelle: © Messe München

Zur letzten Automatica kamen 2016 über 43.052 Besucher aus rund 100 Ländern nach München.

Die Vorzeichen für die im Zweijahres-Turnus stattfindende Veranstaltung könnten nicht besser sein: Mit rund 1,8 Mio. Industrie-Robotern hat der Bestand in den Fabriken der Welt einen neuen Rekord erreicht. Eine weitere Zahl aus dem von der International Federation of Robotics (IFR) veröffentlichten World Robotics Report 2017: Mit einer durchschnittlichen Roboterdichte von 74 Einheiten pro 10.000 Mitarbeiter (2015: 66 Einheiten) befindet sich der globale Durchschnitt in der Fertigungsindustrie auf einem neuen Höchststand. Im internationalen Vergleich liegt Europa mit 99 Einheiten an der Spitze, gefolgt von Amerika mit 84 und Asien mit 63 Einheiten. Deutschland belegt mit 309 Einheiten beim Ranking der am höchsten automatisierten Länder der Welt hinter Südkorea (631) und Singapur (488) Platz drei.

Dass der „Kollege Roboter“ in den Fertigungskonzepten von Industrie 4.0 eine zentrale Rolle spielen wird, steht außer Frage. Sorgen machen sich die Beschäftigten allerdings offensichtlich um die eigene Ausbildung, um mit dem Tempo der Arbeitswelt 4.0 Schritt halten zu können. Zu diesem Ergebnis kommt jedenfalls der ‚Automatica Trend Index 2018‘, für den im Auftrag der Messe 7.000 Arbeitnehmer in den USA, Asien und Europa über ein Marktforschungsinstitut bevölkerungsrepräsentativ befragt wurden. Aufgeschlüsselt nach Schulnoten bleibt demnach  der Reifegrad bei der Aus- und Weiterbildung für den digitalen Arbeitsplatz der Zukunft bisher deutlich hinter den Erwartungen der Beschäftigten zurück: Nicht einmal jeder Vierte bewertet das aktuelle Angebot des eigenen Arbeitgebers mit der Note gut oder sehr gut! Dabei können die Firmen bei Robotik und Automation durchaus mit einer positiven Grundeinstellung ihrer Angestellten rechnen. So glauben immerhin 70 % der Befragten, dass in der Arbeitswelt der Zukunft Mensch-Roboter-Teams die Fertigung verbessern, indem menschliche Talente mit den Stärken der Robotik kombiniert werden.

Wie Mensch und Maschine künftig konkret interagieren, wie sie miteinander kommunizieren und wie ergonomisch und vielseitig die Arbeitsplätze in Zukunft aussehen werden, werden Besucher auf der Automatica 2018 an vielen Ständen erleben können – unter anderem auf der Sonderschau „Der Mensch in der Smart Factory“ des VDMA-Fachverbandes Robotik + Automation in Halle B4 (Stand 338).