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Kuka-Übernahme: Midea gibt Ergebnis des Übernahme-Angebots bekannt

Midea hat nach Ablauf der Annahmefrist das Ergebnis des Übernahme-Angebots für alle Aktien der Kuka AG bekannt gegeben. Die Zustimmung der Kartellbehörden vorausgesetzt, wäre dem chinesischen Investor aktuell ein Anteil von knapp 86 % am Augsburger Roboter-Hersteller sicher.

6-Arm-Roboter vom Typ Quantac von Kuka Bildquelle: © Kuka

Midea will Kuka dabei helfen, das Geschäft vor allem in China auszubauen.

Nach Ende der Annahmefrist – sprich zum Stichtag 15. Juli – wurden 72,18% der Kuka-Aktien zum Verkauf eingereicht, darunter auch die der bisherigen Großinvestoren Voith und Friedhelm Loh. Zusammen mit dem 13,51-Prozent-Anteil, der von Midea bereits vor der Unterbreitung des Übernahmeangebots indirekt gehalten wurden, kommt der chinesische Hersteller von Hausgeräten, Heizungs-, Ventilationssystem- und Klimaanlagen aktuell auf 85,69 % des ausgegebenen Grundkapitals und der bestehenden Stimmrechte von Kuka.

Nach dem Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG) können Aktionäre, die ihre Aktien nicht eingereicht haben, das Angebot noch während der zusätzlichen zweiwöchigen Annahmefrist annehmen, die am 21. Juli beginnt und am 3. August um 24:00 Uhr endet. Danach will Midea die finale Annahmequote bekannt geben.

Midea wurde 1968 in Guangdong, China, gegründet und hat mehr als 200 Tochtergesellschaften und neun strategischen Geschäftsbereiche. Der Gesamtumsatz des Unternehmens belief sich im Geschäftsjahr 2015 (per 31. 12.) auf mehr als 18,7 Mrd. Euro. Midea beschäftigt weltweit rund 100.000 Mitarbeiter an 21 Standorten und betreibt 260 Logistikzentren. Das Unternehmen ist an der Börse von Shenzhen notiert, der Anteil internationaler institutioneller Investoren beträgt ca. 20 %.