Motek 2021

Rahmen für persönliche Treffen

1. Oktober 2021, 9:41 Uhr | Daniel Schilling
Bettina Schall
© P.E. Schall

Das Messedoppel Motek und Bondexpo ist zusammen mit den Spezialmessen Vision und Parts2Clean mit die erste überregionale Industriemesse, die wieder vor Ort und mit Besuchern stattfinden. Geschäftsführerin Bettina Schall spricht über die Besonderheiten in diesem Jahr.

Wie unterscheidet sich die Motek 2021 von der Motek 2019? Was sind die wichtigsten Corona-Schutzmaßnahmen, die Besucher und Aussteller vor und auf der Messe erwarten?

Bettina Schall: Unsere Herbstmessen im Oktober 2021, die Motek/Bondexpo, die Fakuma sowie die Blechexpo/Schweisstec, werden die ersten großen Industriemessen nach der pandemiebedingten messefreien Zeit sein. Insoweit dürfen wir nicht annehmen, dass der bislang übliche Massenandrang herrschen wird oder Besucherrekorde purzeln. Aber darauf kommt es auch gar nicht an! Die Messen werden jeweils sehnlichst erwartet, sowohl seitens der Aussteller als auch der Fachbesucher. Denn alle wollen sich endlich wieder persönlich treffen und Fachthemen diskutieren können. Sie wollen neue Lösungen und Investitionsvorhaben konkret besprechen und angehen. Zugleich ist viel passiert in den vergangenen 20 Monaten, weltweit, in jedem Unternehmen, in jeder Familie, auf allen Ebenen der Gesellschaft, das weiß doch jeder. Wir als Messeveranstalter tragen jetzt maßgeblich dazu bei, dass die Fachmesse im richtigen Rahmen zustandekommt und sich die Geschäftspartner persönlich austauschen können. Wir schaffen mit Sorgfalt und Weitsicht die Basis für diesen Austausch und das erfolgreiche Business unserer Kunden. Die Motek/Bondexpo wird in einem ganz sicheren Rahmen stattfinden. Wir als Messeveranstalter lehnen uns daher in vollem Umfang an das Hygienekonzept der Messe Stuttgart an, das komplett behördlich abgestimmt und auf Basis der allgemeingültigen Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg ausgeführt ist.

Wie bereiten sich die Messeteilnehmer am besten auf die besondere Situation vor?

Bettina Schall: Alle Beteiligten kennen natürlich die Schutz- und Hygienevorgaben, die im Übrigen nicht anders sind als die sonst geltenden täglichen Vorschriften und Sicherheitsvorkehrungen in unser aller Umfeld. Da gibt es ja keine Neuigkeiten oder Überraschungen. Alle Aspekte der Schutzmaßnahmen sind im Hygienekonzept durchdekliniert und dienen der allgemeinen Sicherheit. Wir tragen das alles gern mit, weil wir wollen, dass sich die Branchenteilnehmer in einem sicheren Rahmen aufhalten und ihre fachlichen Gespräche führen können.

Blicken wir auf die Inhalte: Was sind die wichtigsten Trends bei den Ausstellern? Welche Technologien stehen im Mittelpunkt?

Bettina Schall: Die wichtigsten Trends bei den Ausstellern werden durch die aktuellen Herausforderungen in der industriellen Produktion gesetzt: Digitalisierung, Vernetzung, Automatisierung, Energieeffizienz, Künstliche Intelligenz und Elektromobilität sind Themen und Bereiche, die sich jeweils stark fortentwickeln, auch miteinander korrelieren, und mit denen sich jedes Unternehmen derzeit und künftig auseinandersetzen muss. Die aktuellen Trends sind also ein komplexer Strauß von Themen. Dazu gehört zum Beispiel auch die Software für Produktionssysteme, die natürlich Basis ist für alle automatisierten und selbstlernende Abläufe. Ein vielfältiges und breitschichtiges Thema! Außerdem im Fokus steht der 3D-Druck, den wir als Themenhighlight in Halle 1 auf einer Sonderfläche präsentieren. Hier werden von 3D-Druckern für den industriellen Einsatz, Material-Anbieter für den 3D-Druck sowie Auftragsfertiger für 3D-Druck-Teile und -Baugruppen ihre Lösungen und Services zeigen. Leichtbau, Individualisierung, Konstruktionsfreiheit, neue Werkstoffe – der 3D-Druck ist ohne Zweifel ein Zukunftsthema. Aber auch neue Klebtechnologien stehen im Blickpunkt auf der Motek/Bondexpo 2021. Wir dürfen auf Highlights gespannt sein!

Wo sehen Sie den deutschen Maschinen- und Anlagenbau im internationalen Vergleich? Wie hat sich die Wettbewerbsfähigkeit entwickelt?

Bettina Schall: Wir als Messeveranstalter sehen, dass die Unternehmen des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus solide, resilient und agil aufgestellt sind. Die Akteure gehen mit Stärke und Weitsicht an die Aufgaben und Herausforderungen. Die keineswegs trivial sind: Pandemie, Lieferkettenstörungen und Versorgungslücken, steigende Rohstoffpreise, Fachkräftemangel, Energieeffizienz, Nachhaltigkeit, Klima und Umwelt, Elektromobilität, Kostendruck – all das sind nur Stichwörter, hinter denen sich jeweils riesige und komplexe Problemfelder verbergen! Die Unternehmen des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus, unser Mittelstand mit dem Rückgrat der Familienunternehmen, stellen sich diesen Aufgaben mit größter Leistungsbereitschaft und hervorragendem Leis-tungsvermögen.

Was nehmen Sie bei P. E. Schall nach den Corona-Krisenjahren als Innovation mit in die Zukunft?

Bettina Schall: Wir sind in unserem Haus während der Krise eng bei unseren Kunden geblieben, immer im Gespräch, immer in Vorbereitung der nächsten Messe, immer sachlich und zuversichtlich. Als Innovation ist das natürlich nicht zu bezeichnen. Aber diese Zeit hat uns gezeigt, dass fortwährende und solide Dienstleistungsbereitschaft eine sehr gute Basis dafür ist, Krisenmomente zu überwinden. Nun gehen wir mit Elan und Zuversicht in diesen Messeherbst und freuen uns darauf, unsere Aussteller mit ihren Kunden und Interessenten wieder zusammenzubringen.

Das Interview erschien zuerst bei unserer Schwesterzeitschrift Industrial Production.

 


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