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Umformtechnik: Schuler veräußert Technikzentrum

Die Schuler-Gruppe hat ihr Technikzentrum im nordchinesischen Tianjin an den Schweizer Technologiekonzern Feintool verkauft. Das in Lyss ansässige Unternehmen wird in Tianjin auf Pressen von Schuler Präzisionskomponenten für die Automobilindustrie produzieren.

Technikzentrum von Schuler in Tianjin Bildquelle: © Schuler

Schuler ist mit rund 6.800 Mitarbeitern in 40 Ländern präsent. Das Technikzentrum in Tianjin, Nordchina, hat das Unternehmen nun veräußert.

Feintool übernimmt in Tianjin alle rund 30 Mitarbeiter, die Infrastruktur des Werks sowie bestehende Kundenaufträge.  Zu weiteren Einzelheiten der Transaktion vereinbarten beide Vertragsparteien Stillschweigen. Mit dem endgültigen Vollzug des Kaufvertrages wird Ende März 2017 gerechnet. Feintool beabsichtigt, die Produktionskapazitäten in Tianjin im weiteren Jahresverlauf unter Einsatz von Schuler-Technologie zu erweitern.

„Unser Technik-Zentrum in Tianjin ist seit Inbetriebnahme 2014 vom Markt sehr gut angenommen worden“, sagte Schuler-Vorstandsvorsitzender Stefan Klebert. „Das Interesse vor Ort, Schuler mit der Produktion von Komponenten für die Automobilproduktion in China zu beauftragen, hat insbesondere 2016 deutlich zugelegt. Unser strategisches Ziel, Kunden in China für Schuler-Technologie zu begeistern, haben wir damit erreicht. Anders als der Maschinen- und Anlagenbau ist die Produktion von Fahrzeugkomponenten aber nicht unser Kerngeschäft, und deshalb sind wir froh, mit Feintool einen leistungsstarken Käufer gefunden zu haben, der diese Aufgabe nun in eine neue Größenordnung führen wird.“

Der Verwaltungspräsident von Feintool, Alexander von Witzleben, erklärte, Feintool komme mit der Investition in China Anforderungen seiner Kunden nach globaler Präsenz und weltweiter Expertise nach. „Wir können damit eine strategische Lücke in Asien schließen“, sagte er.

Schuler ist Technologie- und Weltmarktführer in der Umformtechnik. Das Unternehmen bietet Pressen, Automationslösungen, Werkzeuge, Prozess-Knowhow und Service für die gesamte metallverarbeitende Industrie und den automobilen Leichtbau. Zu den Kunden zählen Automobilhersteller und-zulieferer sowie Unternehmen aus der Schmiede-, Hausgeräte-, Verpackungs-, Energie- und Elektroindustrie. Im Geschäftsjahr 2015 erzielte Schuler einen Umsatz von 1,2 Mrd. Euro. Nach der Übernahme des Werkzeugbauers Aweba und der Mehrheitsbeteiligung am chinesischen Pressenhersteller Yadon ist Schuler mit rund 6.800 Mitarbeitern in 40 Ländern präsent. Schuler gehört mehrheitlich zur österreichischen Andritz-Gruppe.