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Unterstützung für die ‚Rheinkrake‘

19. September 2022, 12:16 Uhr | Inka Krischke
Rheinkrake, Igus
Jeden Tag fließt 1 t Müll den Rhein hinunter. Um einen Teil davon abzufangen, hat der Kölner Verein Krake jetzt eine schwimmende Müllfalle eingeweiht.
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Jeden Tag fließt eine Tonne Müll den Rhein hinunter. Um einen Teil davon abzufangen, hat der Kölner Verein Krake jetzt eine schwimmende Müllfalle eingeweiht. Einer der Sponsoren der ‚Rheinkrake‘ ist Kunststoffspezialist Igus.

Der Kölner Verein Krake hat dem auf dem Rhein schwimmenden Müll den Kampf angesagt: Rund 300 Vereinsmitglieder - die sogenannten Kraklinge - treffen sich regelmäßig zum Müllsammeln. 8,7 Tonnen schwimmenden Abfall haben die freiwilligen Helfer in diesem Jahr bereits zusammengetragen. Und künftig könnte es noch mehr werden: Am 15. September hat der Verein die Rheinkrake in Betrieb genommen – eine schwimmende Müllfalle nach britischem Vorbild, die rund um die Uhr Abfall aus dem Fluss fischt. Unterstützt wird das innovative Konzept unter anderem vom Kölner Kunststoff-Spezialisten Igus.

Verankert ist die Rheinkrake linksrheinisch, nördlich der Kölner Zoobrücke, bei Rheinkilometer 690,30. Aufgrund der Rheinbiegung ist die Strömung hier besonders günstig, um möglichst viel Abfall abzufangen. Das Einfangen gelingt der schwimmenden Müllfalle mit einem Fangkorb, der zwischen zwei Schwimmkörpern befestigt und entgegen der Fließrichtung geöffnet ist. Dabei ist der Korb so konstruiert, dass er an der Wasseroberfläche treibendes Plastik erfasst, aber nicht zur Gefahr für Fische und Vögel wird. Einmal pro Woche wird der Verein die Rheinkrake ausleeren, den Müll an Land erfassen und in Kooperation mit der Universität Bonn wissenschaftlich auswerten. Mit den Erkenntnissen wollen die Umweltschützer eine Langzeitstudie zum Plastikmüll im Rhein durchführen.

Das Unternehmen Igus, das Produkte aus Hochleistungskunstoffen für die Industrie entwickelt und produziert, ist einer der Unterstützer des Projektes, da es erklärtes Ziel des Unternehmens ist, eine Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe voranzutreiben. Seit über 50 Jahren regranuliert Igus bereits 99 % des in der Produktion anfallenden Kunststoffabfalls und hat 2019 ein eigenes Recycling-Programm für ausgediente Energieketten ins Leben gerufen. In diesem Jahr sind zudem die ersten Produkte aus bis zu 100 % recyceltem Material entstanden. Ebenfalls neu ist das ‚igus:bike‘-Projekt für nachhaltige, urbane Mobilität. Weiterhin hat das Unternehmen in die Firma Mura Technology investiert, die mit einer neuartigen Technologie aus Kunststoffabfällen wieder nutzbares Erdöl macht.


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