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Normgerecht eingehaust

15. Oktober 2020, 08:27 Uhr   |  Inka Krischke

Normgerecht eingehaust
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Um aus einer Elektronikbaugruppe ein funktionsfähiges Modul für die Montage im Schaltschrank zu machen, ist ein passendes Gehäuse unverzichtbar. Die Anforderungen daran gehen über Verpackung und Schutz für die Elektronik hinaus. Was ist bei der Individualisierung zu beachten?

Die Gehäusetechnik gehört nicht zwangsläufig zu den Kernkompetenzen von Unternehmen, die Elektronikbaugruppen für industrielle Anwendungen anbieten. Damit sich diese auf die Entwicklung und Vermarktung ihrer Produkte konzentrieren können, beziehen sie die Gehäuse in vielen Fällen von externen Lieferanten. 
Einige der Grundanforderungen an die Gehäuse sind, dass sie marktgerechten und anwendungsrelevanten Normen entsprechen sowie sich einfach und ohne Werkzeug durch Aufschnappen auf die DIN-Tragschiene montieren lassen müssen. Anschlüsse an der Gehäusefront sorgen dafür, dass sich die Module durch leichte Zugänglichkeit der Klemmstellen zeitoptimiert verdrahten lassen. Eine weitere Forderung ist, dass sich die Gehäuse möglichst in-dividuell anordnen lassen und an die Anwendung angepasst sind, um gleichzeitig das Corporate Design des Herstellers widerzuspiegeln. Wie sich eine solche Individualisierung realisieren lässt, zeigt das Beispiel der Gehäusesysteme der ‚KV‘-Serie von Dold. Diese Gehäuse in den Breiten 12,5 mm, 17,5 mm und 22,5 mm lassen sich auch bei kleinen bis mittleren Losgrößen kostengünstig individualisieren.

An der Gehäusefront

Automatisierungs-, Mess- und Sicherheitstechnik sind typische Anwendungen, bei denen Baugruppen in Modulen im Schaltschrank untergebracht werden. Durch die zunehmende Digitalisierung steigen in den meisten Anwendungen die Anzahl der Ein- und Ausgänge sowie die Menge an weiteren Schnittstellen für mögliche Feldbus-Anbindungen. 
Großflächige Frontflächen wie bei den ‚KV‘-Gehäusen ermöglichen eine individuelle Anordnung von Anschlussklemmen und die Integration gängiger Anschlüsse wie RJ45, USB oder Sub-D. Ebenfalls möglich ist der Einbau von Displays oder LED-Leisten zur Signalisierung von Funktionszuständen. Auch NFC, Funk oder Lichtwellenleiter lassen sich realisieren. Gegen unbefugte Manipulation an den Geräten helfen plombierbare, klappbare Frontabdeckungen. Werden alle Anschlüsse an der Gerätefront untergebracht, ist eine platzsparende Montage im Schaltschrank möglich. Zudem kann das Verdrahten und Anschließen der Module einfach und zeitsparend erfolgen. Für die Verdrahtung sind beim KV-Gehäuse Push-In-Klemmen im Raster 3,5 mm oder 5 mm vorgesehen, die per Reflow-Löttechnik verarbeitet werden können. Sie haben einen Prüfabgriff, über den sich in der Anwendung eine schnelle Diagnose durchführen lässt. Die nutzbare Fläche der Leiterplatten beträgt über 9.500 mm2. In den breiteren Gehäusen lassen sich auch zwei Leiterplatten unterbringen.

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