Schwerpunkte

Dold

Normgerecht eingehaust

15. Oktober 2020, 06:27 Uhr   |  Inka Krischke


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Flexibles Konzept zur Individualisierung

Das Tragschienenbus-System sorgt sowohl für eine vereinfachte Kommunikation als auch für die Spannungsversorgung der einzelnen Module.
© Dold

Das Tragschienenbus-System sorgt sowohl für eine vereinfachte Kommunikation als auch für die Spannungsversorgung der einzelnen Module.

Die Gehäuse werden im Spritzguss aus Polycarbonat hergestellt und erfüllen alle anwendungsspezifischen Anforderungen der relevanten Normen der Automatisierungs-, Mess- und Sicherheitstechnik. Durch das selbstverlöschende Material der Gehäuse stellen auch die Brandschutzforderungen der UL kein Problem dar – die Gehäuse erfüllen die Klassifizierung V0 gemäß UL94. Ihre Konstruktion mit labyrinthartigen Geometrien ermöglicht die Einhaltung der in den Normen geforderten Luft- und Kriechstrecken von 8 mm für die Erhaltung der Störfestigkeit gegen die Entladung statischer Elektrizität. Gleichzeitig kann der Platz auf der Leiterplatte für die Bestückung von elektronischen Bauteilen optimal ausgenutzt werden. Die Gehäuse bestehen bei optimaler Gestaltung aus nur zwei Hauptgehäusebauteilen. Ihr Zusammenbau kann werkzeuglos erfolgen – nach Einbau der Leiterplatte werden die Einzelteile einfach zusammengeclipst. Seitliche Lüftungsschlitze sorgen für die Wärmeabfuhr durch freie Konvektion. Die Schutzart beträgt mindestens IP20; ohne Lüftungsschlitze und Ausbrüche in der Front des Gehäuses sind auch IP30 oder IP40 möglich.

Jede Anwendung ist unterschiedlich und benötigt beispielsweise eine andere Anzahl von Klemmen oder unterschiedliche Schnittstellen. Dementsprechend sind verschiedene Ausbrüche in der Frontfläche notwendig. Um eine Individualisierung der Gehäuse auch bei kleinen Losgrößen zu ermöglichen, hat Dold ein flexibles System entwickelt, sodass sich eine Individualisierung auch für Losgrößen ab circa 250 Stück pro Jahr kostengünstig realisieren lässt. 
Eine weitere Möglichkeit zur Individualisierung ist die Beschriftung auf die Gehäuseflächen. Bei Dold stehen dafür Anlagen für Laser-, Tampon- oder Digitaldruck zur Verfügung. 
So lassen sich die Geräte mit Logos, Typen- und Anschlussbezeichnungen et cetera versehen. Im Digitaldruck können die Gehäuse auch vollflächig farbig bedruckt und so zum Beispiel an das Corporate Design des Herstellers angepasst werden.

Gehäuse im Industrie-4.0-Zeitalter

Bei den ‚KV‘-Gehäusen lassen sich die Fronten individualisieren und so an  die Anforderungen anpassen. Die verwendeten Push-In-Klemmen verfügen über einen Prüfabgriff für eine schnelle Diagnose.
© Dold

Bei den ‚KV‘-Gehäusen lassen sich die Fronten individualisieren und so an die Anforderungen anpassen. Die verwendeten Push-In-Klemmen verfügen über einen Prüfabgriff für eine schnelle Diagnose.

Vernetzung und Kommunikation im Bereich der Industrie- und Gebäudeautomation gewinnen zunehmend an Bedeutung. Für Elektronikmodule im Schaltschrank bedeutet dies häufig, dass eine Busverbindung zwischen verschiedenen Modulen vorgesehen werden muss. Dold setzt hierzu auf ein so genanntes Tragschienenbus-System, das es als fünf- oder achtpolige Variante gibt. Es wird in der DIN-Tragschiene eingerastet und stellt Leitungen für Spannungsversorgung und Signale bereit. Die Kontaktierung der einzelnen Module mit dem Bus erfolgt über einen Kontaktfederblock. So kann eine aufwendige Einzelverdrahtung der Module entfallen. Über das Tragschienenbus-System können Anwender dann Busprotokolle wie CAN-Bus, Modbus, RS232 oder RS485 implementieren. Alternativ zu dieser Lösung ist eine individuelle Baugruppe für ein Bus-System im Bereich der Bodenbaugruppe des Gehäuses möglich.

Der Beitrag entstand nach Vorlagen der Firma E. Dold & Söhne in Furtwangen.

Seite 2 von 2

1. Normgerecht eingehaust
2. Flexibles Konzept zur Individualisierung

Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenAuf Linkedin teilenVia Mail teilen

Verwandte Artikel

E. Dold & Söhne KG