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IO-Link für's Vakuum

15. Oktober 2019, 08:30 Uhr   |  Inka Krischke

IO-Link für's Vakuum
© Schmalz

Damit elektrische Vakuum-Erzeuger, -Greifer oder Kompaktejektoren sichtbar für die smarte Fabrik werden, müssen sie in Echtzeit digitale Energie- und Prozessdaten liefern. Dies funktioniert mittels Schnittstellen wie IO-Link, Ethernet oder NFC in den Vakuum-Komponenten.

Cyberphysische Systeme verknüpfen reale mit virtuellen Objekten, also Maschinen mit informationsverarbeitenden Systemen. Durch die systemübergreifende Kommunikation lassen sich Energie- und Prozesskontrolle sowie vorausschauende Wartung realisieren – wenn die Geräte über entsprechende Schnittstellen verfügen.

Speziell für die Vernetzung in der Vakuum-Automation entwickelt Schmalz Vakuum-Komponenten, die energie- und performancerelevante Daten nicht nur erfassen und in die Cloud schicken, sondern auch überwachen und analysieren. Dank IO-Link- oder Industrial Ethernet-Schnittstellen gelingt den Smart Field Devices die durchgängige Kommunikation von der Sensor- und Aktor-Ebene zur übergeordneten Steuerung (SPS) und weiter in die Leitebene. Dabei funktioniert die Kommunikation in beide Richtungen: Neben der Übermittlung von Daten zum Zustand oder zum Energieverbrauch lassen sich über die Steuerung Parameter ändern und auf das intelligente Feldgerät übertragen. 

Neben der IO-Link- und Industrial-Ethernet-Schnittstelle integriert Schmalz eine NFC-Schnittstelle (Near Field Communication) in die intelligenten Vakuum-Komponenten. Um über kurze Strecken Informationen drahtlos auszutauschen, findet eine Punkt-zu-Punkt-Kopplung zwischen dem Smart Field Device und dem NFC-fähigen mobilen Endgerät des Anwenders statt. Für die Übertragung ist keine eigene Energiequelle in der Komponente nötig. Stattdessen ist eine Spule verbaut, die über das Smartphone erregt wird. Die Spule induziert eine Spannung in einen Prozessor, der seine Informationen dann über eine Antenne sendet. Nutzer können somit sowohl Prozessdaten als auch Wartungs- und Service-Informationen am Smartphone direkt ablesen. Das Device spricht quasi Klartext mit dem Anwender: Kommt es zu einem Stillstand, liefert es eindeutige Hinweise zur Fehlerquelle statt kryptischer Fehlercodes. Auch das Parametrieren der Komponente kann via Smartphone erfolgen. Dafür gibt es die App ‚ControlRoom‘: Parameteränderungen, die über NFC vorgenommen werden, können direkt auf das Gerät übertragen oder von einem Gerät auf ein anderes kopiert werden.

Ein weiterer Vorteil von NFC ist die direkte Zuordnung von Produkt zu Smartphone. Zwei Geräte werden nur über eine sehr kurze Strecke von maximal 2 cm verbunden. So kann sich der Anwender sicher sein, keine benachbarten Geräte unbeabsichtigt zu parametrieren.

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1. IO-Link für's Vakuum
2. Von der Luftströmung zum Datenstrom
3. Schnell integriert

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