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Leitungen

Die Schleppketten-Alternative

01. Oktober 2018, 23:30 Uhr   |  Thomas Schmidt


Fortsetzung des Artikels von Teil 2 .

Die Wahl des Webgarns

Webprozess, TKD Kabel
© TKD Kabel

Der Webprozess: Während elektrische Leitungen, ­dünne Rundkabel oder Schläuche wie Kettfäden in ­Längsrichtung verlaufen, lassen textile Garne quer dazu ein Gewebe entstehen.

Beim Fine-Tuning der textilen Anschlussleitungen greifen Parameter wie die passgenaue Wahl des Webgarns oder die individuelle Einstellung des Gewebeaufbaus beziehungsweise des Fertigungsverfahrens. So erfolgt die Auswahl des Webgarns abhängig von der jeweiligen Anforderung respektive Einsatzbedingung. Werden etwa besonders zugfeste Kettfäden eingesetzt, sorgt dies für optimale Zugentlastung der Einzeladern im verwebten Kabelverbund. Elektrisch halbleitend ausgeführte Webgarne garantieren die verlässliche Ableitung statischer Elektrizität aus den Verbindungselementen, was zum Beispiel bei schnell bewegten Kabeln etwa in Chip-Handlern interessant ist. 

Gezielt in das Band eingefügte Kettfäden sorgen für klar definierte Abstände zwischen benachbarten Adern und unterstützen so die Störsicherheit der Gewebebandleitung. Auch die genaue Auslegung der Fertigungsparameter entscheidet über die praktische Performance jedes einzelnen Gewebebandkabels. Zu den verfügbaren Stellschrauben zählt etwa die Straffung des in Querrichtung laufenden Schussfadens: Je straffer diese Auslegung erfolgt, desto mehr kann das Gewebebandkabel selbsttragend ausgeführt werden. Problemlos lässt sich so auf Distanzen bis zu 2 m der Einsatz von Schlepp- beziehungsweise Energieführungsketten eliminieren. 

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1. Die Schleppketten-Alternative
2. Biegewechsel kein Problem
3. Die Wahl des Webgarns
4. Im Aufzugsbau

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