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Die Auswirkungen der F-Gase-Verordnung

15. Oktober 2019, 08:30 Uhr   |  Inka Krischke

Die Auswirkungen der F-Gase-Verordnung
© Rittal

Sind Kühlgeräte und Chiller noch einsetzbar, wenn zum 1. Januar 2020 die F-Gase-Verordnung zum Klimaschutz greift? Was bedeuten die Verwendungsverbote von Kälte- und Klimaanlagen sowie Neuregelungen für deren Wartung und Instandhaltung für den Maschinenbau?

Die F-Gase-Verordnung ist ein Beitrag, um die Emissionen der Industrie bis 2030 um 70 % gegenüber 1990 zu reduzieren. Konkret geht es in der am 1. Januar 2015 in Kraft getretenen Verordnung darum, die Emissionen fluorierter Treibhausgase (F-Gase) in der EU um 70 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent auf 35 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent zu senken. Fluorierte Treibhausgase sind als Kältemittel unter anderem in Kälte- und Klimaanlagen im Einsatz. Die Emissionen dieser klimaschädlichen Stoffe sind zu reduzieren, um ihre Wirkung auf die globale Erwärmung zu ­verringern – entweder durch gezielte Substitution oder den Einsatz alternativer Technologien.

Mitarbeiter des Werkskundendienstes
© Rittal

Mitarbeiter des Werkskundendienstes von Rittal überprüfen die Kühlgerätetechnik bei Schaltanlagen.

Hieraus ergeben sich ab dem 1. Januar 2020 Verwendungsverbote von Kälte- und Klimaanlagen sowie Neuregelungen und Ergänzungen für deren Wartung, Instandhaltung, Dichtheitsprüfungen, Zertifizierung, Entsorgung und Kennzeichnung. 

Bedeutsam ist in diesem Zusammenhang die Stellungnahme der EU-Kommission zu Alternativen von F-Gasen: Demnach gibt es aufgrund der unterschiedlichen thermo-dynamischen und sicherheitstechnischen Eigenschaften der Alternativen keine ‚One size fits all‘-Lösung. Ob sich eine bestimmte Alternative eignet, muss für jede Kategorie von Produkten und Ausrüstungen im Einzelnen betrachtet werden. In manchen Fällen muss auch die Umgebungstemperatur am Einsatzort des Produktes sowie der Ausrüstung berücksichtigt werden.

Bei der Suche nach Alternativen zu teilfluorierten Kohlenwasserstoffen (HFKW) und teilhalogenierten Fluorchlorkohlenwasserstoffe (HFCKW) bei bestimmten Anwendungen seien es die gesamten Treibhausgas-Emissionen, die mit der Nutzung zusammenhängen. Daher müssen geeignete klimafreundliche Alternativen eine hinreichend hohe Energieeffizienz aufweisen, damit die Reduktion der direkten Emissionen aus den Alternativen zu HFKW und HFCKW nicht durch höhere indirekte Emissionen aus dem Energieverbrauch ausgeglichen wird.

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1. Die Auswirkungen der F-Gase-Verordnung
2. Welche Kühlgeräte sind noch einsetzbar?
3. Das Global Warming Potential (GWP)
4. Der F-Gase-Rechner
5. Anlagenverfügbarkeit steigern
6. Zwei Anwenderbeispiele

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