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Verbindungstechnik: Der intelligente Steckverbinder

Fortsetzung des Artikels von Teil 2.

Der Steckzyklenzähler

Die Anzahl der Steckzyklen bestimmt unter anderem die Funktionsfähigkeit und den ‚Verschleiß‘ eines Steckverbinders. Weidmüller realisiert die Zählfunktion mit einem energieautarken piezobasierten Miniatursystem: Die während des Steckzyklus aufgebrachte Kraft erzeugt eine Energie, um das nachgelagerte elektronische System mit Strom zu versorgen. Im Kraftfluss des Stecksystems – im oder am Steckverbinder – befindet sich der Energiewandler. Die Energiezufuhr aktiviert das elektronische Zählwerk. ÜberPlausibilitätskriterien findet die ­Validierung statt, ob der Steckvorgang sicher durchgeführt wurde. Bei erfolgreicher Validierung wird der Zähler um 1 erhöht. In einem nicht flüchtigen Speicher wird der absolute Wert gesichert. Beim Erreichen der festgelegten maximalen Steckzyklenzahl erfolgt eine visuelle ­Markierung am Messsystem. Daraufhin lässt sich der Zählerstand kontaktlos über eine RFID-Schnittstelle auslesen, wobei das System während des Lesevorgangs über die RFID-Schnittstelle mit Energie versorgt wird.

Autor: 
Horst Kalla ist Referent Fachpresse bei Weidmüller Interface in Detmold.