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Produktplagiate: Produktfälscher mit 'Plagiarius 2019' angeprangert

Fortsetzung des Artikels von Teil 3.

Nachahmungen auch aus Industrieländern

Zoll-Statistiken berücksichtigen laut der Aktion Plagiarius nur Waren, die aus Drittländern in das jeweilige Gebiet (etwa EU oder USA) eingeführt werden sollten, sie erfassen keine Rechtsverletzungen innerhalb dieser Region. Fakt ist aber, unlautere Nachahmungen werden häufig auch in Industrieländern hergestellt, vertrieben oder sogar von dort in Auftrag gegeben. Oftmals von ideenarmen Mitbewerbern oder ehemaligen Produktions- bzw. Vertriebspartnern. Sehr gezielt prüfen Mitbewerber die Existenz von gewerblichen Schutzrechten. Sind keine eingetragen, werden Anspruchsdenken und Skrupel über Bord geworfen und fremde Design- und Techniklösungen als eigene Leistung ausgegeben, so die Aktion. Das belegen sowohl die Erfahrungen der Aktion Plagiarius als auch des Branchenverbandes VDMA. Im aktuellen VDMA-Produktpiraterie-Bericht war China klar Ursprungsland Nr. 1 von Plagiaten. Gleichwohl folgen zum wiederholten Mal Deutschland mit 19 % auf Platz 2 und Italien mit 18 % auf Platz 3.