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Steckverbinder: RJ45 versus Mini I/O - Ethernet-Stecker im Vergleich

Fortsetzung des Artikels von Teil 4.

Paarweise geprüft

Vergleich der Querschnitte der Steckflächen zweier Ethernet-Steckverbindersysteme Bildquelle: © TE Connectivity

Bild 1: Vergleich der Querschnitte der Steckflächen zweier Ethernet-Steckverbindersysteme.

Für den Test werden die Steckverbinder an einem industrieüblichen Cat5e-Kabel mit 26-AWG-Drähten (0,13 mm²) angeschlossen. Die RJ45-Buchsen sind – mit Ausnahme einer Buchse in Reflow-Ausführung – für die Durchsteckmontage konzipierte rechtwinklige SMD-Buchsen, bei den RJ45-Steckern handelt es sich um Piercing- oder Feldinstallations-Versionen. Alle Steckverbinder-Produkte werden paarweise geprüft; mit Ausnahme eines Paars sind Stecker und Buchse von derselben Marke. Bei rechtwinkligen Mini-I/O-Buchsen wurde eine SMD-Version mit einer Typ-2-Codierung mit Lötsteckern kombiniert. Bereits bei den ersten LLCR-Messungen im Labor wurden nach der Vorbereitung der Leitungssätze mehrere mangelhafte RJ45-Piercing-Anschlüsse (Rtotal – Rbulk >20 mΩ) festgestellt. Bei der regelmäßigen Qualitätsprüfung der Anschlüsse mit einem Werkzeug zur Prüfung der elektrischen Kontinuität wurden diese Mängel nicht erkannt. Die Untersuchungen ergaben, dass für gute Piercing-Anschlüsse die Drahteinsetztiefe und/oder Kabel-Managertiefe entscheidend ist (siehe Bild 1). Das heißt, bei RJ45-Piercing-Stecker-Produkten muss auf die richtige Drahteinsetztiefe geachtet werden, wenn der Kabel-Manager in den Steckverbinder gedrückt wird.