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Predictive Maintenance: Die intelligente Energiekette

Fortsetzung des Artikels von Teil 1.

Das Frühwarnsystem

Je besser Geschäftsprozesse mit Produktionsprozessen verknüpft sind, desto effizienter greifen Herstellung, Ersatzteilbestellung und Instandhaltung ineinander. Sichere und vor allem inhaltlich wertvolle Prognosen zur Wartung sind also wichtig. Doch für solche Prognosen bedarf es auch in Zeiten der Digitalisierung mehr als Big Data. Um aus Sensordaten richtige Schlussfolgerungen und zeitlich planbare Handlungsempfehlungen abzuleiten, nutzt Igus Erfahrungswerte aus einer historisch gewachsenen – mit Millionen Datensätzen gefüllten – Testdatenbank. 

smart plastics integration-Konzept, igus Bildquelle: © Igus

Mit dem 'smart plastics integration'-Konzept ist dank Optionen wie Profinet, Ethernet, Ethercat oder CC-Link IE eine Integration der intelligenten Kunststofflösungen in bestehende IT-Strukturen möglich.

Das Wartungskonzept von Igus heißt ‚smart plastics‘: Sensoren unterschiedlichster Art erfassen den Zustand von Komponenten, Energieketten, Leitungen oder auch Linear- und Rundtisch-Lagern, und melden diesen an einen Datenkonzentrator, das ‚icom‘-Modul. Dieser übermittelt die Daten an ein intelligentes System. So lassen sich etwa Energieketten im laufenden Betrieb auf ihre Zug- und Schubkraft hin überwachen und noch vor Eintritt eines Störfalls warten. Das Worst-Case-Szenario – Anlagenstillstand plus Produktionsstopp – kann so vermieden werden. Zudem werden Wartung und Service-Einsätze planbarer.

Gewerke, bei denen eine Vielzahl von Ketten im Einsatz ist, profitieren nicht nur von diesem Überwachungssensor, sondern auch von einer speziellen Messtechnik, die Kettenbrüche detektiert. Sie meldet sich unmittelbar nach dem Bruch, sodass eine längere Überlastung der gegenüberliegenden Kettenseite vermieden wird. Ergo wird der Service-Einsatz zeitlich überschaubar, Folgeschäden an weiteren Kettengliedern gibt es nicht.

Ein anderer wichtiger Bestandteil der ‚isense‘-Sensorfamilie ist ein Sensor für die Leitungsüberwachung. An den richtigen Stellen eingesetzt, lassen sich damit Kabelbrüche dank der permanenten Messung der elektrischen Leitungseigenschaften vermeiden. Ein weitere Sensor übernimmt die Messung von Beschleunigung oder Temperatur an den Energieketten. Auch für Verschleiß und Abrieb gibt es Sensoren, denn Gleitlager und Linearantriebe unterliegen aufgrund ihrer Funktion besonders hohen Anforderungen.