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Gehäuse: Baukasten für's Display

Fortsetzung des Artikels von Teil 3.

Die Liquid Chrystal Displays

Die Displays für Elektronikgehäuse von Phoenix Contact nutzen spezielle Flüssigkristalle, die die Polarisationsrichtung von Licht beeinflussen können, um Zeichen und Grafiken darzustellen. Dabei wird Hintergrundlicht durch eine Folie polarisiert, die anschließend eine Flüssigkristallschicht passiert. In Abhängigkeit von der gewünschten Helligkeit dreht sich das Licht in der Polarisationsrichtung und tritt durch einen zweiten Polarisationsfilter wieder aus.

Universal Case System, Phoenix Bildquelle: © Phoenix Contact

Beim 'Universal Case System' (UCS) mit 7-Zoll-Touchdisplay wird das hochauflösende Touchdisplay bündig in das Gehäuse integriert.

Die dominierende Display-Technologie ist das TFT-LCD mit Thin-Film-Transistoren. Diese Displays enthalten eine Matrix von Dünnschichttransistoren, auch Aktivmatrix genannt. Hierbei wird hinter jedem Pixel ein Transistor angesteuert, sodass auch großflächige elektronische Schaltungen hergestellt werden können. Für die Farbe wird jedes Pixel einer TFT-Matrix noch einmal in drei Subpixel unterteilt, die einen Farbfilter in rot, grün oder blau besitzen. Als Lichtquelle in den Displays dienen LEDs, die meist hinter, manchmal aber auch seitlich oder über der Anzeige angebracht sind. Durch Reflexion wird ihr Licht gleichmäßig auf die gesamte Anzeigefläche verteilt. Vor der Hintergrundbeleuchtung befindet sich ein horizontaler Polarisationsfilter, der nur die horizontal ausgerichteten – also polarisierten – Anteile des Lichtes durchlässt.

Im Gegensatz zu den TFT-LCDs werden passive LCDs lediglich mit zwei Elektroden angesteuert. Bei diesen Elektroden handelt es sich um Streifen aus transparentem Indiumzinnoxid (ITO), die um 90° zueinander gedreht verlaufen. Dadurch entsteht eine Kreuzmatrix, über die sich jede LC-Zelle einzeln ansteuern lässt. LCDs können in positivem und negativem Modus erzeugt werden. Im positiven Modus ist das angetriebene Segment dunkler als der Hintergrund, LCDs verwenden daher Umgebungslicht und/oder eine Hintergrundbeleuchtung. Im negativen Modus ist das angetriebene Segment hingegen heller als der Hintergrund. Es wird vor allem dann verwendet, wenn ein hoher Kontrast mit Hintergrundbeleuchtung benötigt wird.