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Kabelverschraubungen: Herausforderung Hygiene

Die Lebensmittelbranche ist auf die hygienegerechte Konzeption ihrer Maschinen und Anlagen angewiesen. Bei Komponenten wie Kabelverschraubungen oder Kabelführungen wird allerdings oft gespart – und damit am falschen Ende!

Hygiene Lebensmittelbranche, Pflitsch Bildquelle: © Pflitsch

Mikrobiologische oder bakterielle Verunreinigungen von Lebensmitteln kommen relativ häufig vor, wie ein Blick in das staatliche Internetportal zeigt. Diese Entwicklung sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden, warnt Markus Keller vom Stuttgarter Fraunhofer IPA, Spezialist für Reinst- und Mikroproduktion: „Wir müssen dieses Problemfeld ganzheitlich betrachten, uns also nicht nur auf das Reinigen von Maschinen beschränken. Aus meiner Erfahrung in der Mikrobiologie weiß ich, dass schon ein falscher Keim die Arbeit von Wochen zerstören kann.“ 

Um das Design eines Gerätes hygienefreundlich zu machen, müssen Konstrukteure und Biologen gemeinsam an der Entwicklung beteiligt sein – beispielsweise wenn es darum geht, Ventile, Befestigungen, Oberflächen oder Kabelführungen zu optimieren, damit schädliche Anhaftungen von vornherein ausgeschlossen werden. Zwar seien laut Markus Keller immer mehr Entscheidungsträger in der Industrie für die Wichtigkeit des Hygienic Design sensibilisiert; dennoch würden Produktionsanlagen oft rein unter Kostenaspekten gebaut und bestellt, sodass sich preiswerte Kunststoff-Kabelverschraubungen an hochwertigen Maschinen für die Lebensmittelindustrie befinden, weil der Einkäufer nicht bereit ist, mehr Geld für Hygiene-Komponenten auszugeben.