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Verbindungstechnik: Der 'Trecker-Stecker'

Fortsetzung des Artikels von Teil 1.

Die Schnittstellenfrage

Bei der Elektrifizierung ist die Schnittstelle zwischen Traktor und Anbaugerät von maßgeblicher Bedeutung, da die Angebote diverser Traktorhersteller mit denen unterschiedlicher Anbaugerätehersteller kompatibel sein müssen. Das heißt, neben einer standardisierten Schnittstelle für Daten – dem Isobus – ist eine ebenfalls standardisierte Schnittstelle zur Übertragung elektrischer Energie erforderlich.

Trecker-Stecker, Harting Bildquelle: © Harting

Der 'Trecker-Stecker' ist das erste ausschließlich für die Landtechnik entwickelte Produkt von Harting. Er entspricht Schutzart IP69 K im gesteckten sowie im ungesteckten Zustand, arbeitet im Temperaturbereich von –40 bis +85 °C.

Diese genormte Schnittstelle für Gleich- und/oder Wechselstrom fehlte bislang. Bisher in den Maschinen verbaute Steckverbinder eignen sich nicht für die Verteilung einer entsprechend hohen elektrischen Leistung innerhalb des Traktors und auf dem Anbaugerät. Denn den Energiebedarf einer Spritze (1,2 kW), einer Sämaschine (3 kW) oder eines Mulchers (140 kW) können übliche 12-V-Generatoren mit einer Leistung von circa 1 kW nicht abdecken. 

Um diese Manko zu beheben, wurde 2008 ein Gremium zur Standardisierung verschiedener landwirtschaftlicher Themen gegründet – die Agricultural Industry Electronics Foundation (AEF). Ihr ist die Harting-Technologiegruppe 2011 beigetreten. In Kooperation mit den Mitgliedern der AEF und allen großen Landtechnikherstellern wurde die erforderliche standardisierte Schnittstelle entwickelt – der ‚AEF High Voltage Connector‘ zur Übertragung von 480 V(AC) oder 700 V(DC) zwischen Traktor und Anbaugerät.