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Verbindungstechnik: Der 'Trecker-Stecker'

Landmaschinen und Neben­aggregate im Agrarsektor ­werden zunehmend ­elektrifiziert. Insbesondere die Schnittstelle ­zwischen Traktor und Anbaugerät ist dabei eine ­Herausforderung.

Elektrifizierung Landmaschinen, Harting Bildquelle: © Harting

Der Wunsch der Industrie nach ge­steigerter Effizienz, verbesserten Regeleigenschaften und hochdynamischen Maschinen hat auch die Agrarwirtschaft erreicht. Ermöglichen kann dies die Elektrifizierung landwirtschaftlicher Maschinen und Fahrzeuge. Da sich der Markt deutlich vom Automobilsektor unterscheidet – ein Mähdrescher ist eher eine fahrende und produzierende Maschine als ein Automobil – eröffnet die Elektrifizierung von Traktoren, anderen Landmaschinen und Nebenaggregaten ganz neue Perspektiven und Potenziale. Traktoren, die elektrisch angetrieben werden und/oder Strom erzeugen, können beispielsweise eine Sämaschine, einen Düngerstreuer oder einen Schwader mit Energie versorgen. Elektrifizierte Landmaschinen erhöhen Effizienz und Produktivität und können zudem die Wartungs- und Fehleranfälligkeit elektrischer Motoren reduzieren. 

Die Applikation elektrischer Antriebe etwa an Lüftern und Dosierung bewirkt bei einer Sämaschine im Vergleich zu hydraulischen Motoren eine Erhöhung des Wirkungsgrades von 60 auf 85 %. Hinzu kommt durch den gezielteren Einsatz von Betriebsmitteln wie Saat und Dünger sowie die optimierte Regelbarkeit des Anbaugeräts eine deutliche Minderung von Kraft- und Kraftstoffverbrauch. Gleichzeitig bringt der weniger komplexe Aufbau eine Verringerung des benötigten Bauraums mit sich. Als Voraussetzung für ‚Precision Farming‘ müssen zudem die Datengenerierung und das Datenmanagement betrachtet werden.