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Verbindungstechnik: Downsizing für Datenleitungen

Fortsetzung des Artikels von Teil 4.

Von Downsizing zu Wireless?

Naheliegend, wenn es um Platzsparen bei der Verkabelung geht, ist das Thema Umstieg auf Funktechnologien. Der Markt für Drahtlos-Technologien in der Fabrikvernetzung wächst derzeit mit 32 % pro Jahr, allerdings noch auf niedrigem Niveau – derzeit haben Wireless-Technologien einen Marktanteil von 6 %. WLAN, Bluetooth oder Mobilfunk haben dort Vorteile, wo es auf Flexibilität ankommt – etwa beim Anschluss von Sensoren in großen Anlagen wie in der Chemie-Industrie oder bei mobilen Anwendungen. Hinsichtlich Reichweite, robuster Datenverbindung, Energie-Effizienz und insbesondere bei der Verzögerung der Informationsübertragung (Latenz) punkten aber nach wie vor die leitungsgebundenen Techniken. Zudem sind Kabel weniger anfällig für mutwillige Störungen oder Hacker-Angriffe. Es ist nicht zu erwarten, dass sich dies mit neuen Standards wie 5G ändern wird. Wireless ist keine Bedrohung für leitungsgebundene Systeme, sondern vielmehr eine Ergänzung bei speziellen Anforderungen.

Autor: 
Guido Ege ist Leiter Produktmanagement und Produktentwicklung bei U.I. Lapp in Stuttgart.