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Verbindungstechnik: Downsizing für Datenleitungen

Fortsetzung des Artikels von Teil 1.

Downsizing bei den Leitungen

Ein Beispiel: Während Ethernet-Leitungen mit 10 Gbit/s für Hochgeschwindigkeitskameras zur Qualitätskontrolle sinnvoll sein können, ist diese maximale Datenübertragungsrate nicht für jeden Sensor nötig. Downsizing bei Ethernet-Datenleitungen ist daher ein Trend, der in den nächsten Jahren in die Fabriken einziehen dürfte.

Steckersystem Epic MH, Lapp Bildquelle: © Lapp

Das Steckersystem 'Epic MH' von Lapp lässt sich flexibel für Leitungen unterschiedlichster Funktionen bestücken und nimmt beliebige Steckermodule für Energie, Signale und Daten auf.

Statt vier Aderpaaren haben so genannte Single-Pair-Ethernet-Leitungen nur noch ein Aderpaar. Für viele Anwendungen ist 1 Gbit/s schnell genug. Single-Pair-Datenleitungen benötigen weniger Platz und sind günstiger in der Anschaffung. Gerade in Maschinen mit vielen Sensoren, in denen es eng zugeht, können diese Leitungen eine spürbare Erleichterung sein. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass solche abgespeckten Leitungen länger sein dürfen. Für Verbindungen mit Ethernet-Leitungen gilt eine Längenbeschränkung auf 100 m. Bei größeren Distanzen nehmen die Störungen zu, Datenfehler können die Folge sein. Doch durch aktuelle Entwicklungen bei Halbleiter-Chips aus der Automobilindustrie lassen sich nun viele dieser Störungen korrigieren – und so Reichweiten von bis zu 1 km erreichen.