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Verbindungstechnik: Downsizing für Datenleitungen

Die Datenübertragungsrate ist nicht alles, was bei Ethernet-Leitungen zählt. Manchmal kommt es in der Fabrikvernetzung auch schlicht auf kleine Durchmesser und niedrige Kosten an. In diese Lücke stoßen Single-Pair-Ethernet-Leitungen.

Single-Pair-Ethernet-Leitungen, Lapp Bildquelle: © Lapp

Die Einführung der Dampfmaschine Ende des 18. Jahrhunderts, die elektrifizierte Massenproduktion 100 Jahre später, die computergestützte Automatisierung seit den 1970er-Jahren und jetzt Industrie 4.0: Alle industriellen Revolutionen haben die Art zu arbeiten und zu fertigen revolutioniert und die Produktivität vervielfacht. Zugleich haben sie neue ‚Rohstoffe‘ erschlossen – die Dampfkraft, die Elektrizität, die Rechenleistung von Computern und mit Industrie 4.0 die Daten als ‚Rohstoff‘ des 21. Jahrhunderts. Damit verschmilzt die physische Welt mit der digitalen, gleichzeitig nimmt die Vernetzung zu, indem jede Maschine und jedes ‚Ding‘ mit anderen Informationen austauscht. 

Diese Veränderung in den Fabrikhallen hat Auswirkungen auf die Verbindungstechnologien. Denn wenn jeder mit jedem kommuniziert, nimmt die Zahl der Verbindungen explosionsartig zu, und auch die Anforderungen an ihre Qualität und Verfügbarkeit steigen. Was aber nicht unbedingt heißen muss, dass auch die Datenübertragungsrate höher wird. Nach dem Motto „viel hilft viel“ kaufen Anwender oft Leitungen, die überdimensioniert sind.