Sie sind hier: HomeFeldebeneE-Mechanik & Interfaces

Rittal: Neuen Geschäftsbereich angekündigt

Rittal hat in Nürnberg bekannt gegeben, zum 1. Januar 2016 einen neuen Geschäftsbereich ins Leben zu rufen. Was steckt dahinter?

Dr. Thomas Steffen von Rittal Bildquelle: © Computer&AUTOMATION / Heiko Stahl

Dr. Thomas Steffen, Rittal: "Neben den Effizienzpotenzialen, die sich durch den Einsatz montagefreundlicher Schaltschranksysteme und intelligenter Software-Lösungen erzielen lassen, rückt zunehmend die Automatisierung manueller Tätigkeiten in den Fokus."

"Mit 'Rittal Automation Systems' nehmen wir erstmalig die Automatisierungstechnik für den Steuerungs- und Schaltanlagenbau in unser Portfolio auf und erweitern das bestehende Lösungsangebot um ein komplett neues Geschäftsfeld", so Dr. Thomas Steffen, Leiter Forschung und Entwicklung des Herborner Unternehmens. Das heißt: Zu den Geschäftsfeldern Schaltschrank, Stromverteilung, Klimatisierung, IT-Infrastruktur sowie Software & Service kommt jetzt zusätzlich die benötigte Bearbeitungs- und Handhabungstechnik hinzu - von manuellen Werkzeugen bis zur vollautomatisierten Maschinentechnik.

Damit einher geht die vollständige Integration des bisherigen Schwesterunternehmens Kiesling, welches Rittal [1] im Februar 2013 übernommen hatte. Dieser Schritt soll dazu beitragen, deren Produkte über die weltweiten Vertriebsstrukturen der Marke "Rittal" zukünftig auch in der Fläche weit stärker zu vermarkten, als dies bis dato möglich war. In diesem Zuge gehen die Bereiche F&E, Vertrieb und Marketing von Kiesling komplett in den neuen Geschäftsbereich über, lediglich das Produktionswerk im südwest-deutschen Wiernsheim behält Dr. Steffen zufolge den Namen Kiesling. Der dortige Fertigungsstandort werde jedoch künftig ein interner und ausschließlicher Lieferant für Rittal sein.

Aufsetzend auf den Lösungen von Kiesling reicht das Leistungsspektrum von "Rittal Automation Systems" vom Start weg von mechanischer Bearbeitung von Schaltschränken und Komponenten über Bestückung von Klemmen bis zur vollautomatisierten Verdrahtung von Montageplatten. Vervollständigt wird die Produktpallette durch ergonomische Handlingsysteme. "Ganz neu im Programm sind Lösungen für die Konfektionierung von Drähten wie Abläng- und Abisoliermaschinen sowie Abisolier- und Crimpautomaten", ergänzt Dr. Thomas Steffen und fügt hinzu: „Diese sind in Kooperation mit einem anderen Unternehmen entwickelt worden. Zudem werden wir zur SPS IPC Drives die Secarex, eine Maschine für den automatischen Zuschnitt von DIN-Schienen und Kabelkanälen, sowie die Athex, eine Anlage zur automatischen Bestückung von Klemmleisten, in optimierter Ausführung vorstellen. Alle Produkte des künftigen Geschäftsbereiches erscheinen zudem in einem komplett neuen Design.“

Nach etwaigen "weißen Flecken" gefragt, die der neue Geschäftsbereich in Zukunft noch angehen könnte, entgegnet der Entwicklungsleiter: "Um das Portfolio abzurunden, werden wir noch manuelle Werkzeuge anbieten. Zudem werden wir die Feldergebnisse aus den Teststellungen rund um den Verdrahtungsrobotor Averex in die Weiterentwicklung einfließen lassen."