Schwerpunkte

Inspektionssysteme

Produktkennzeichnung automatisiert überwacht

14. September 2016, 09:27 Uhr   |  Reinhold van Ackeren


Fortsetzung des Artikels von Teil 4 .

Ein Beispiel aus der Praxis

3_Optisches Inspektionssystem V2622 Flex-Lite
© Mettler Toledo

Inspektionssysteme wie das ‚V2622 Flex-Lite‘ von Mettler Toledo überwachen automatisiert die Qualität und Korrektheit der Produkt­deklaration, so dass diese den immer strengeren Compliance-Vorgaben entspricht.

Auch in der Getränkeindustrie setzen viele Hersteller auf optische Inspektionssysteme zur Kennzeichnungskontrolle. Ein typischer Integrationspunkt liegt dabei zwischen der Abfüllanlage und der Kontrollwaage. Hat der Getränkekarton die Abfüllanlage durchlaufen, fährt er an den Smart Kameras des optischen Inspektionssystems vorbei. Innerhalb von Sekundenbruchteilen erfassen diese gestochen scharfe Bilder des Produkts und gleichen sie per OCV mit den hinterlegten Referenzbildern ab. Bei der Wahl der Smart Kameras stehen Herstellern verschiedene Modelle mit unterschiedlicher Auflösung, Linsen und Beleuchtungsarten für Schwarz-Weiß- und Farblesungen zur Verfügung.

Geräte, die Kamera-Optionen mit Flüssiglinse bieten, wie etwa das modulare optische Inspektionssystem ‚V2622 Flex-Lite‘ von Mettler Toledo weisen dabei ein besonderes Merkmal auf: Während herkömmliche Modelle mit fester Fokuseinstellung bei jedem Produktwechsel neu angepasst werden müssen, ändert die Flüssiglinse dieser Kamera ihren Fokus ganz ohne bewegliche Teile innerhalb von Sekundenbruchteilen. Dadurch lassen sich während eines einzelnen Inspektionsschrittes Produktmerkmale auf verschiedenen Ebenen kontrollieren. Dies macht es möglich, die Brennweite der Linse zu variieren und so innerhalb kürzester Zeit nacheinander mehrere Bilder in unterschiedlichen Fokus­ebenen aufzunehmen. Beispielsweise kann die Flüssiglinse bei der Kontrolle giebelförmiger Milchgetränkekartons die seitlich angebrachte Nettofüllmenge sowie das auf der oberen vertikalen Lasche aufgedruckte Mindesthaltbarkeitsdatum in nur einem Inspektionsschritt und ohne Neujustierung der ­Kameras kontrollieren. Selbst bei Artikelwechseln – etwa von 1- auf 1,5-Liter-Kartons, bei denen sich die Produktgröße und somit auch der Leseabstand ändern – stellt die Kamera den Fokus automatisch neu ein. Erkennt das Inspektionssystem einen Fehler bei der Deklaration – beispielsweise ein falsches Mindesthaltbarkeitsdatum – wird der Getränkekarton durch einen Ausschleus-Mechanismus (etwa einen Pusher) zuverlässig von der Linie entfernt.

Autor:
Reinhold van Ackeren ist Head of Marketing & Product Management bei Mettler Toledo CI-Vision in Zwingenberg.

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1. Produktkennzeichnung automatisiert überwacht
2. Fehldeklarationen können teuer werden
3. Die Optical Character Verification
4. Die Optical Character Recognition
5. Ein Beispiel aus der Praxis
6. Verschärfte Kennzeichnungspflicht

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