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Paletten automatisch erkannt

22. Juni 2020, 12:30 Uhr   |  Peter Stiefenhöfer


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Erfolgreich im Einsatz

Mit dem PDS-System ausgerüstete autonome Stapler fahren bis auf eine Entfernung zwischen 1 und 2 m an die nächste zu greifende Palette heran, bevor die  ToF-Kamera eine  3D-Aufnahme der  Palette erstellt.
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Mit dem PDS-System ausgerüstete autonome Stapler fahren bis auf eine Entfernung zwischen 1 und 2 m an die nächste zu greifende Palette heran, bevor die ToF-Kamera eine 3D-Aufnahme der Palette erstellt.

Im Detail werden dazu auch die x-, y- und z-Positionen der beiden Taschen berechnet, um die korrekte Aufnahme der Palette durch das Transportsystem sicherzustellen. Diese Daten werden mit einem Confidence-Faktor ausgegeben, der die Abweichung zu einer idealen Palette darstellt. Der Anwender kann damit Grenzwerte für die sichere Iden-tifikation festlegen und so in Abhäng-igkeit von seinen individuellen Anforderungen bestimmen, unter welchen Bedingungen er ein manuelles Eingreifen wünscht. Mit Auswertzeiten von üblicherweise unter 1 sec ist das System erheblich schneller als vergleichbare Systeme und erfüllt die üblichen Anforderungen von Lagerprozessen in den meisten Einsatzfeldern.

Trivial ist diese Aufgabenstellung bei weitem nicht: In Lagern kommt es häufig zu schwer vorhersehbaren ­Situationen, zum Beispiel aufgrund von Paletten, die schon lange im Einsatz sind und deshalb nicht mehr zu 100 % dem geometrischen Idealzustand entsprechen, oder durch ein­gelagerte Ware, die leicht verschoben oder verdreht an ihrem Standort steht. Auch Folien, mit denen Paletten und die darauf gelagerten Güter zum Schutz oft eingewickelt sind, können sich lösen und dadurch die Erkennung der korrekten Position erschweren. 

Sebastian Vögele ist Mitarbeiter im Customer-Solutions-Team bei ifm electronic
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Sebastian Vögele ist Mitarbeiter im Customer-Solutions-Team bei ifm electronic

Als Zielkunden für ‚PDS‘ sieht ifm die Hersteller von Automated Guided Vehicles, die das System in ihren Fahrzeugen integrieren sollen. Die Kompetenz des Unternehmens umfasst sowohl die Hardware in Form der Time-of-Flight-Kameras als auch den Software-Part, mit dem die Auswertung der gemessenen Ergebnisse erfolgt.
Die Integration von ‚PDS‘ in die Fahrzeuge liegt in der Verantwortung des AGV-Herstellers oder eines Systemintegrators.
Das System hat seine Tauglichkeit im praktischen Einsatz bereits mehrfach unter Beweis gestellt und arbeitet bei zahlreichen Kunden weltweit. Bei einem großen Kunden in den USA beispielsweise sind bereits über 300 selbst-fahrende Roboter in Betrieb, die das System verwenden. Es übernimmt dort auch die Prüfung von geplanten Ablagepositionen für Paletten und sorgt mit seiner hohen Wiederholgenauigkeit und einer niedrigen Downtime dafür, dass die gesetzten Ziele erreicht werden: Die Anzahl der Fehler im Vergleich zum ­manuellen Betrieb konnte erheblich gesenkt werden.

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