KI-Industriekamera für Einsteiger

Optische Inspektion mittels KI wird einfacher

14. November 2022, 7:00 Uhr | Andreas Knoll
Die Vision Cam AI.go beruht auf Deep Learning und ist für Endanwender zur Klassifizierung komplex zu unterscheidender Objekte entwickelt.
© Imago Technologies

Künstliche Intelligenz dringt in immer mehr Machine-Vision-Anwendungen vor und wird zugleich immer einfacher nutzbar. Imago Technologies präsentiert auf der SPS eine entsprechende KI-Industriekamera.

»Wir beobachten, dass die Branche immer aufgeschlossener für Bildverarbeitung auf KI-Basis wird«, erläutert Carsten Strampe, Geschäftsführer von Imago Technologies. »Dies ist vor allem einem leichteren Handling zu verdanken.« Das Anwendungsspektrum erweitere sich dadurch enorm: »Für Anwendungen, die mit bisherigen Machine-Vision-Verfahren nur aufwendig zu lösen sind, kommen wie selbstverständlich KI-Lösungen in Betracht. Von den Aufgaben her ist der Anwender verstärkt Herr über die Bilder, die ein KI-System einlernen soll. Er selbst definiert beispielsweise Fehlerklassen, IO- oder NIO-Bilder, ohne in Abhängigkeit zu den Bildverarbeitungsexperten zu stehen.«

Strampes Unternehmen stellte auf der SPS dementsprechend die KI-Industriekamera 'Vision Cam AI.go' vor, die Anwendern einen problemlosen Einstieg in Deep Learning ermöglichen soll. »Die Kamera ist auch ohne Vorkenntnisse in Deep Learning und industrieller Bildverarbeitung leicht zu bedienen«, führt Carsten Strampe aus. »Auch zum Thema Datensicherheit kann die Kamera punkten. Sensible Fehlerbilder aus der Produktion oder aus der Maschine bleiben in der Kamera, ein Cloudzugriff ist nicht erforderlich.«

Carsten Strampe, Geschäftsführer von Imago Technologies
Carsten Strampe, Imago Technologies: „Wir beobachten, dass die Branche immer aufgeschlossener für Bildverarbeitung auf KI-Basis wird.“
© Imago Technologies

Die Vision Cam AI.go ist 50 mm × 50 mm × 40,1 mm groß (B × T × H, ohne Tubus) und bietet einen Farb- oder Monochrom-CMOS-Bildsensor mit Global Shutter und einer Auflösung von 5 MP (2560 × 1936 Pixel). Entwickelt ist das Bildverarbeitungssystem vor allem für Endanwender, die keine oder nur wenig Erfahrung in KI, Programmierung oder Bildverarbeitung haben. Die Kamera eignet sich besonders für die Inspektion und Sortierung von Prüfobjekten, die eine hohe Varianz zeigen. Sie ist darauf ausgelegt, Objekte in zwei bis fünf so genannte Klassen zu klassifizieren. Ohne Programmieraufwand und unterstützt von einer Web-GUI können Anwender ihre firmeneigenen Unterscheidungen in Form von unterschiedlichen Prüfobjekten oder Fertigungsabweichungen selbst einlernen, indem sie ein paar Bilder für jede Klasse hochladen. Danach lernt die Vision Cam AI.go selbstständig neue Bilder. Innerhalb weniger Minuten ist die Kamera als voll funktionsfähiges Inspektionssystem einsatzbereit. Über digitale Schnittstellen wie 1-Gbit/s-Ethernet und Digital I/O ist sie mit der Außenwelt verbunden. Darüber hinaus haben Anwender volle Kontrolle über ihre Bilddaten. Der Einlernvorgang und die Speicherung der Bilder finden direkt in der Kamera statt – und die Bilder können dort bei Bedarf gelöscht werden.

»Mit der Einsteigerkamera Vision Cam AI.go beseitigt Imago Technologies die Hürden für die Nutzung von KI, sodass auch Unternehmen ohne Expertise in Deep Learning vom neuesten Stand der Technik profitieren können«, resümiert Carsten Strampe.

 


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