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Kamera liefert ‚chemischen Fingerabdruck‘

20. April 2020, 9:00 Uhr | Inka Krischke

Fortsetzung des Artikels von Teil 2

Sichere Lebensmittelproduktion

Bei der Herstellung von Lebensmitteln gelten ähnliche Vorgaben wie in der Pharmaindustrie: Um Gesundheitsgefährdungen der Konsumenten auszuschließen, dürfen unerwünschte Fremdkörper in den Produkten nicht unerkannt bleiben. Zudem müssen die Lebensmittel exakt die Inhaltsstoffe aufweisen, die vom Hersteller gewollt und in den Produktbeschreibungen für den Käufer definiert sind.

Auch für diese Branche bieten HSI und CCI zahlreiche Anwendungs-möglichkeiten. Beispielsweise vereinfachen diese Techniken das Auffinden von Verunreinigungen in Lebensmitteln und identifizieren selbst in Hochgeschwindigkeits-Fertigungslinien Fremdkörper wie Steine oder Erde bei der Sortierung von Kartoffeln, Karotten oder anderem Gemüse sowie Schalenteile oder andere Stoffe bei der Verarbeitung von Nüssen. Bei zu langer Lagerung von Lebensmitteln können sich auch Maden einnisten oder frisches Obst anfangen zu faulen. 

 

Eine auf hyperspektraler Bildgebung basierende Bildverarbeitungslösung erkennt Verunreinigungen wie Maden und Holzstücke zwischen Reis. Das rechte Teilbild zeigt ein Segmentierungsbild mit erkannten Maden.
Eine auf hyperspektraler Bildgebung basierende Bildverarbeitungslösung erkennt Verunreinigungen wie Maden und Holzstücke zwischen Reis. Das rechte Teilbild zeigt ein Segmentierungsbild mit erkannten Maden.
© Perception Park

Industriell hergestellte Lebensmittel wie Wurst und Käse werden dem Verbraucher meist in eingeschweißter Form zum Verkauf angeboten. Analog zur Pharmaindustrie erlauben HSI-Systeme auch hier in vielen Fällen eine Qualitätsprüfung durch die Verpackung hindurch. Eine spezielle Aufgabe ist dabei die Kontrolle von Siegelnähten, die eine absolut dichte Verpackung der Lebensmittel garantieren sollen. Schon kleinste Verunreinigungen oder Beschädigungen an diesen Siegelnähten können zu undichten Verpackungen und zum Verderben der Ware vor dem errechneten Mindesthaltbarkeitsdatum führen. Unverkäufliche Produkte oder teure Rückruf-Aktionen wären dann mögliche Folgen für Hersteller in diesem Bereich, die sich durch hyperspektrale Bildverarbeitung zur Qualitätssicherung in vielen Fällen vermeiden lassen.

 


  1. Kamera liefert ‚chemischen Fingerabdruck‘
  2. Fehlererkennung in der Pharmaindustrie
  3. Sichere Lebensmittelproduktion
  4. HSI in der Holzverarbeitung

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