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Bildverarbeitung

Die vernetzte Beleuchtung

12. Februar 2015, 09:37 Uhr   |  Sophie Perrot

Die vernetzte Beleuchtung
© Fotolia / WoGi

Bis dato wurde die Beleuchtung im Technologiesektor industrieller Bildverarbeitung hinsichtlich ihrer Vernetzung eher stiefmütterlich behandelt. Eine neue Technologie zur Beleuchtungssteuerung soll hier Abhilfe schaffen.

Der Nutzen, den Bildverarbeitungssysteme aus einer Beleuchtung mit integrierter Intelligenz, echter Vernetzbarkeit und vollständiger In­tegration ziehen würden, ist groß – einfacheres Timing, erleichterte Ansteuerung von Kamera und Beleuchtung, erhöhte Geschwindigkeit und Genauigkeit der Systemimplementierung sowie verbesserte Ausführungspräzision zählen dazu. Die Firma Gardasoft und verschiedene Partner aus dem Bildverarbeitungs- und Beleuchtungssektor haben mit der Steuerungstechnik für LED-Beleuchtungen 'Triniti' nun eine Plug&Play-Lösung entwickelt, die die bislang fehlende Vernetzung der Beleuchtungskomponenten beendet.

Triniti integriert die Beleuchtung, vernetzt sie und ermöglicht eine ­erweiterte Ansteuerung. Dabei umfasst die Entwicklung sowohl die Beleuchtungskomponenten selbst als auch die Applikationssoftware zur Einrichtung von Anwendungen. Dieser Ansatz für die Beleuchtungssteuerung bietet weniger erfahrenen Anwendern die Möglichkeit, Beleuchtungstechniken der Bildverarbeitung zu nutzen, um Bildverarbeitungssysteme zu erstellen, zu konfigurieren und zu kommissionieren.

Die API-Schnittstelle von Triniti für Kameras und Beleuchtungen
© Stemmer Imaging

Die API-Schnittstelle von Triniti für Kameras und ­Beleuchtungen.

Ein wesentlicher Aspekt der Lösung ist, das Risiko von Beschädigungen der Beleuchtungskomponenten zu ver­meiden. Hierfür stehen komplexe ­Steuerungstechniken innerhalb der Bildverarbeitungssoftware zur Verfügung, die sich leicht implementieren lassen. In Softwarebibliotheken für die Bildverarbeitung zum Beispiel von Stemmer Imaging, Cognex sowie ­National Instruments ist der Ansatz bereits integriert. Anwender der Bild­verarbeitungssoftware 'Common Vision Blox' (CVB) von Stemmer Imaging erhalten beispielsweise eine spe­zielle Anwendung mit einer grafischen Oberfläche zum Einrichten von Kamera und Beleuchtung, zur Visualisierung des Trigger-Timings und des aufgenommenen Bildes sowie zum Speichern der ­Einstellungen in der Kamera und der Steuerung. Eine CVB-Schnittstelle zur Bildverarbeitungs-Softwareplattform 'Sherlock' von Teledyne Dalsa ist Basis der grafischen Bedienoberfläche, womit die Integration der Beleuchtungssteuerung bis auf die Ebene der Anwendungssoftware realisiert ist.

Erfahrenen Benutzern steht eine API-Schnittstellenoption der Triniti-Software für Benutzersoftware-Anwendungen zur Ver­fügung, die in C++, C# und anderen Sprachen der Windows-­Umgebung entwickelt wurden. Hierbei handelt es sich um eine .Net-Komponente, die einen programmatischen Zugang zur ­Beleuchtung erlaubt.

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1. Die vernetzte Beleuchtung
2. Das System im Detail
3. Überblitzen optimiert
4. Vorteile durch Plug&Play

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