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Bildverarbeitung

Autonom dank Künstlicher Intelligenz

11. November 2019, 08:00 Uhr   |  Harel Boren, Yonatan Hyatt


Fortsetzung des Artikels von Teil 2 .

Kontrolle bei jedem Produktionsschritt

Autonome Maschinenbildverarbeitung ermöglicht Herstellern ein hohes Maß an Freiheit für den laufenden Betrieb. Traditionelle QS-Lösungen sind meist darauf abgestimmt, nur ein Produkt an einer bestimmten Stelle in der Fertigungsanlage zu prüfen. Die Entwicklung, Erstellung, Installation und die Tests können mehrere Monate bis hin zu einem Jahr in Anspruch nehmen und somit lange Ausfallzeiten zur Folge haben. Die Kosten für herkömmliche Systeme liegen üblicherweise zwischen 50.000 und 150.000 Euro und sind damit für kleine bis mittlere Fertigungsstandorte nicht geeignet.

Systeme zur autonomen Maschinenbildverarbeitung hingegen bieten Vorteile auch bei den Kosten, die bei Inspekto S70 unter 10.000 Euro betragen. So ist es möglich, dass Werksleiter entsprechende QS-Stationen an jedem Verbindungspunkt der Fertigungsanlage und nicht nur an deren Ende positionieren, wodurch eine umfassende Qualitätskontrolle nach jedem Produktionsschritt realisiert werden kann.
Zudem lässt sich das System bei Bedarf einfach von einer Verbindungsstelle zur nächsten bewegen. Da der gesamte Installationsprozess weniger als eine Stunde dauert und bei laufender Produktion erfolgen kann, gibt es keine Ausfallzeiten.

AMV-Systeme sind nicht produktspezifisch und können daher an einem Fertigungsstandort oder innerhalb einer Fertigungsanlage dazu verwendet werden, verschiedene Produkte zu überprüfen. 

Personalisierung mittels Apps

Um für die Benutzer ein höheres Maß an Personalisierung zu ermöglichen, führte Inspekto vor kurzem eine Reihe von Apps ein, die auf Inspekto S70 implementiert werden können. Eine dieser Apps ist ‚Inspekto Tracks‘. Sie archiviert alle Produktbilder und -daten, die während der Prüfung erfasst wurden. So können Hersteller mithilfe eines aktiven Archivs jederzeit nachweisen, dass ihre Produkte die Fertigung fehlerfrei verlassen haben. Kommen dennoch mangelhafte Produkte in Umlauf, kann ein Unternehmen exakt nachvollziehen, an welcher Stelle des Herstellungsprozesses diese Fehler entstanden sind. So lassen sich die Bereiche der Fertigung identifizieren und optimieren, in denen Fehler häufiger anfallen.

Die Verwendung von ‚Inspekto Types‘ erlaubt es dem System, am selben Ort der Fertigungsanlage eine beliebige Anzahl an Produkten zu untersuchen – bei Bedarf können dies Dutzende oder Hunderte unterschiedliche Produkte sein.

Und last but not least haben Benutzer mit ‚Inspekto Sequence‘ die Option, eine bestimmte Abfolge voreinzustellen, um beispielsweise einen Artikel in unterschiedlichen Produktionsphasen in einer Fertigungsanlage zu prüfen. Beide Apps ermöglichen das Wechseln des geprüften Produktprofils in Echtzeit und unterstützen die schnellen Änderungen, die in modernen Fertigungsanlagen erforderlich sind.

Autoren:
Harel Boren ist Mitgründer und CTO von Inspekto in Tel Aviv, Israel.
Yonatan Hyatt ist Mitgründer und CEO von Inspekto in Tel Aviv, Israel.

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1. Autonom dank Künstlicher Intelligenz
2. KI zur Video-Sensor-Optimierung
3. Kontrolle bei jedem Produktionsschritt

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