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Kamera-Technologien: CMOS im Wettstreit mit CCD

Moderne CMOS-Bildsensoren haben ihre Kinderkrankheiten wie fehlende Farbtreue und geringe Lichtempfindlichkeit abgelegt und drängen mit Macht in Bereiche, die bislang der CCD-Technik vorbehalten waren. Zusammen mit den ohnehin höheren Bildwiederholraten und geringeren Herstellkosten erwächst den CCD-Sensoren eine ernstzunehmende Konkurrenz.

Treiber dieser rasanten Entwicklung bei CMOS-Bildsensoren ist die Mobiltelefon- und Fotoapparate-Industrie. Im Jahr 2011 sollen laut Marktforschungsunternehmen IDC 1,4 Milliarden Mobiltelefone weltweit verkauft werden – fast alle mit integrierter CMOS-Kamera. Eine Kernforderung der Handybranche ist eine immer höhere Auflösung pro Fläche.Aktuelle Mobiltelefone haben inzwischen 1/6- bis 1/4-Zoll große Sensor-Chips mit bis zu 8 Megapixel. Bildverarbeiter in der Industrie hingegen bevorzugen hier wegen der besseren Lichtausbeute typischerweise Sensorgrößen ab 1/2 Zoll.

Ein Manko vieler Mobiltelefone ist allerdings deren begrenzte Rechenleistung. Das forciert den Trend, die aufgenommenen Bilder bereits im CMOS-Chip vorzuverarbeiten. Bei den hohen Stückzahlen der Konsumgüter-Industrie zahlt sich diese sogenannte System-on-a-Chip-Philosophie schnell aus. Fest steht: CMOS kommt in zunehmenden Maße in der Konsumelektronik, wie Handys und auch Fotoapparaten, zum Einsatz. Und die dadurch ausgelösten Weiterentwicklungen und Verbesserungen kommen mehr und mehr Anwendern in der Industrie zugute.