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Embedded Vision: Die MIPI CS2-Schnittstelle

Bei Mobilgeräten hat sich MIPI CSI-2 als gängige Schnittstelle etabliert. Auch für das Design schlanker, kostengünstiger Embedded-Vision-Systeme bietet diese Technologie interessante Möglichkeiten.

MIPI CSI-2; Basler Bildquelle: © Basler

Die rechenintensiven Aufgaben der Bildverarbeitung waren lange Zeit nur mit PCs zu bewältigen. Doch mit der stetigen Leistungssteigerung von Embedded-Hardware in den letzten Jahren rücken auch kleinere und kostengünstige Prozessor-Boards aus dem Embedded-Bereich zur Bewältigung selbst anspruchsvoller Anwendungen der Bildverarbeitung ins Blickfeld. Solche Boards in Kombination mit einem Kameramodul sind unter dem Begriff Embedded Vision in aller Munde, da sie viele Vision-Aufgaben kostengünstig und effizient lösen.

Die Schnittstelle für die Verbindung zwischen Kameramodul und Prozessor-Board spielt bei Embedded-Vision-Systemen eine wesentliche Rolle, da sie eine schnelle und zuverlässige Daten­übertragung sicherstellen muss. Proprietäre und schlanke Schnittstellen können einen hohen Entwicklungsaufwand er­zeugen, daher setzen sich auch im Embedded-Bereich zunehmend Standards durch. Hier sind beispielsweise Plug&Play-fähige USB-3.0-Schnittstellen oder – insbesondere für FPGA-basierte Systeme – LVDS-Schnittstellen zu nennen. Für diverse Fälle hat sich jedoch ein Interface-Standard als besonders vorteilhaft erwiesen, der sich bisher vor allem im Bereich mobiler Geräte etabliert hat: das MIPI CSI-2-Interface.