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Bildverarbeitung: Der Status quo von OPC UA Vision

Fortsetzung des Artikels von Teil 2.

Bildverarbeitungsanwender profitieren

Der Anwendungsbereich von OPC UA Vision soll nicht nur bestehende Schnittstellen zwischen Bildverarbeitungssystemen und der Prozessumgebung durch OPC UA ergänzen oder ersetzen, sondern auch nicht vorhandene horizontale und vertikale Integrationsfähigkeiten schaffen, um relevante Daten mit anderen autorisierten Prozessteilnehmern – wie zum Beispiel der IT-Unternehmensebene – auszutauschen. Zu diesem Zweck ermöglicht die OPC-UA-Vision-Schnittstelle den Transfer von Informationen zwischen verschiedenen Bildverarbeitungssystemen untereinander sowie die Informationsvermittlung zwischen Bildverarbeitung und Maschinensteuerung, Linien-Controllern oder beliebigen Softwaresystemen auf der Steuerungsebene sowie auf der höheren Ebene von MES-, SCADA- oder ERP-Systemen.

Der Mehrwert von OPC UA besteht generell in der Plattform- und Hersteller-unabhängigen Vernetzung von Automatisierungskomponenten. Einfach, standardisiert und sicher sollen alle eingesetzten Systeme miteinander kommunizieren, und diesen Anspruch hat auch OPC UA Vision. Für Anwender bedeutet dies eine schnellere Entwicklung von Bildverarbeitungssystemen sowie eine vereinfachte Konfiguration und Integration in bestehende Automatisierungssysteme. Da Sensorik und Bildverarbeitung zu den wesentlichen Informationsquellen in modernen Industrie-4.0-Produktionsanlagen zählen, stellt OPC UA Vision einen entscheidenden Baustein auf dem Weg zu einer effizienteren Fertigung dar.

Diese Einschätzung teilt auch Karlheinz Hohm, Vice President R&D Industrial Automation bei Isra Vision: „Durch die vereinfachte Integration von Bildverarbeitung in die Automatisierung werden Produktionsprozesse effizienter und gleichzeitig flexibler gemacht. Insbesondere ist dann keinerlei Expertenwissen mehr für die Integration und Benutzung notwendig, sodass Anwender ihre Produktion schnell und einfach selbst automatisieren können.“

Angesichts dieser offensichtlichen Vorteile verwundert es nicht, dass die Bemühungen um OPC UA Vision von der Industrie stark unterstützt werden. So bewertet beispielsweise Karlheinz Hohm die aktuellen Entwicklungen als positiven Ansatz hin zu einer allgemeinen, herstellerunabhängigen Schnittstelle. „Den Aktivitäten im Bereich OPC UA Vision messen wir eine besondere Bedeutung bei, da hierdurch die Integration von Bildverarbeitungssystemen für die Anwender vereinfacht und dadurch weitere Felder für deren Einsatz und die weitere Automatisierung erschlossen werden können.“ Isra Vision hatte sich folgerichtig in der ‚Core Working Group‘ der ‚VDMA OPC UA Vision Initiative‘ bei der Erarbeitung der ‚OPC UA Vision Companion Specification‘ aktiv engagiert.