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Smarte Kameras: Daten clever managen

Fortsetzung des Artikels von Teil 1.

Daten clever managen

Ein CMOS-Sensorchip mit einer Auflösung von 1,3 MPixel stellt die Bilder zur Analyse bereit. Außerdem können Nutzer alternativ auf gespeicherte Bilder zugreifen – die Kamera speichert maximal 100 Inspektionsprogramme, Import- und Exportfunktionen mit Trainingsbildern sind weitere Features.

Schnittstelle für Netzwerk-Daten-Transport, Balluff Bildquelle: © Balluff

Dank einer Gigabit-Ethernet- und einer 100-Mbit-Profinet-Schnittstelle können Anwender selbst entscheiden, über welches Netzwerk Daten ­transportiert werden.

Die Kamera schaut ‚über den Tellerrand‘ der reinen Bildverar­beitung hinaus: Dank des integrierten IO-Link-Masters werden unterschiedliche Informationen aus der Automatisierungs­umgebung mit­einander verknüpft, die Objekt­serien­nummer in den Inspektionsablauf integriert und die Signale anderer Sensoren aus der Prozess­umgebung in den Inspek­tionsplan einge­bunden. Über den IO-Link-Master ist es möglich, weitere Systemdaten von IO-Link-Devices – IO-Link-Sensoren oder -Aktoren – einzusammeln und entweder direkt in der Kamera zu verarbeiten oder an die Steuerung ­weiterzuleiten.

Auch die Herausforderungen einer Industrie 4.0 wurden berücksichtigt: Die Kamera lässt sich vollständig über ein TCP/IP- oder ein Profinet-Netzwerk steuern. So können Nutzer beispielsweise zentral von einer Steuereinheit – einem PC oder einer SPS aus – das Inspektions­programm auswählen, Ablaufparameter wie den Zeitstempel und die Inspektionssequenznummer einstellen oder auch Diagnosedaten abrufen. Zusätzlich lassen sich inspektionsspezifische Daten in verschiedenen Formaten zur Smart-Kamera schicken, wie sie beispielsweise im Testprogramm als Referenz, Sollwert oder andere Werkzeugparameter gebraucht werden. Frei wählbare Test-Ergebnisse werden in Form eines sogenannten Ergebniscontainers nach jedem Inspektionszyklus an die Steuerung übertragen. 

Mittels einfacher Kommandos können Nutzer eine Inspektion starten, stoppen und triggern. Der Status – zum Beispiel Inspektion aktiv, Warten auf Triggersignal, Triggerüberlauf, Systemfehler, Status Datenbus-Synchronisation – wird zyklisch bereitgestellt. 

Komplette Inspektionsberichte im XML-Format zusammen mit dem Aufnahmebild beziehungsweise den -bildern automatisch auf einen FTP-Server abzulegen, ist ein weiteres Feature. Der Betreiber definiert selbst, welche Berichte und Bilder er abhängig vom Inspektionsergebnis abspeichern möchte. Dabei kann er alle Inspektionen mit ihren Ergebnissen rückverfolgen und erhält einen lückenlosen Qualitätsnachweis.