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Bildverarbeitung: CCD versus CMOS

Fortsetzung des Artikels von Teil 4.

Refugien für CCD-Sensoren

Lasertriangulation für 3D-Messungen von Prfilsträngen Bildquelle: © Allied Vision Technologies

Lasertriangulation für 3D-Messungen von Profilsträngen: Diese Applikation erfordert neben der hohen Bildwiederholrate von 5200 Bilder/s Toleranz gegenüber hohen Lichtinten­sitäten.

Aufgrund der sehr homogenen Bild­qualität mit niedrigem Ortsrauschen ­haben CCD-Sensoren Vorteile für me­dizinische und wissenschaftliche Applikationen, insbesondere für Fluoreszenz-Mikroskopie und hochauflösende Mikroskopie. Auch für Anwendungs­bereiche wie etwa die Luftbildkartographie, die eine sehr hohe Auflösung erfordern, eignen sich CCD-Sensoren. Aufgrund des minimalen Dunkelstroms bieten die Sensoren zudem Vorteile für Applikationen mit langen Belichtungszeiten, zum Beispiel für Anwendungen in der Astronomie.

Hersteller wie etwa OnSemi, Sharp oder e2v entwickeln die CCD-Tech­nologie auch künftig weiter und bieten für anspruchsvolle Applikationen im wissenschaftlichen Bereich spezielle CCD-Sensoren mit höherer Auflösung (zum Beispiel 50 MP) und höherer Empfindlichkeit insbesondere für Messtechnik-Applikationen, bei denen eine hohe Bildhomogenität bei hoher Auf­lösung gefragt ist.

Spezielle CCD-Sensoren wie EM­CCDs (Electron Multiplication CCD) mit sehr hohem Dynamikbereich sind für Bildaufnahmen bei Tages- und Nachtlicht, für Anwendungen mit extrem wenig Licht oder Anwendungsbereichen wie Molekül- und Zelluntersuchungen optimiert. Verbesserungen des CCD-Designs betreffen optimierte Mikrolinsen-Anordnungen, spezielle Epitaxie-Dotierung und die Erhöhung der Substrat-Stärke zur verbesserten Empfindlichkeit für den sichtbaren und den NIR-Bereich.

Autor:
Jürgen Bretschneider ist Leiter Content Management bei Allied Vision Technologies in Stadtroda.