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Pyramid Computer: Thunderbolt als Bildverarbeitungs-Schnittstelle

Der von Intel und Apple entwickelte Schnittstellenstandard Thunderbolt ("Donnerblitz") dringt in die industrielle Bildverarbeitung vor. Viermal so schnell wie USB 3.0 und zehnmal so schnell wie Dual-GigE könnte sich Thunderbolt zur bevorzugten High-Speed-Schnittstelle entwickeln.

Gegenüberstellung der technischen Eigenschaften verschiedener Kameraschnittstellen Bildquelle: © Pyramid Computer

Gegenüberstellung der technischen Eigenschaften verschiedener Kameraschnittstellen

In Consumer- und Büro-PCs verbreitet sich die Thunderbolt-Schnittstelle zunehmend: Macs mit hochauflösenden Retina-Displays verfügen inzwischen allesamt über einen entsprechenden Anschluss anstelle der Firewire-800-Schnittstelle (IEEE 1394). Nach der erstmaligen Vorstellung Anfang 2011 ist Thunderbolt seit 2012 auch für Windows-Systeme verfügbar und wird unter anderem in Ultrabooks diverser Hersteller eingebaut. Aber nicht nur in der Consumer-Welt scheint Thunderbolt interessante Perspektiven zu bieten; auch in der industriellen Bildverarbeitung wird der neue Standard infolge der ständig steigenden Datenraten intensiv diskutiert. Hersteller von Industriekameras wie Allied Vision [1] und Ximea haben auf der Bildverarbeitungs-Messe Vision 2014 erste Kamera-Prototypen mit Thunderbolt gezeigt. Bei einer maximalen Bildauflösung von 20 Megapixel könnten mit einer Datenrate von 20 GBit/s 30 Frames/s im 12-Bit-Modus übertragen werden.

Auf der Processing-Seite steht Pyramid Computer [2] als Hersteller von Industrie- und Bildverarbeitungs-PCs ebenfalls in den Startlöchern: Dessen aktuelle Industrie-PC-Serie 'CamCube Plus' gibt es auch mit Dual-Socket-CPUs, so dass sich Thunderbolt, eine entsprechende Nachfrage auf dem Markt vorausgesetzt, schnell implementieren ließe.