Elektromobilität

Zahl der E-Autos steigt weltweit deutlich

Elektrofahrzeug wird an Ladesäule aufgeladen
© LichtBlick SE 2017

Trotz aller Unkenrufe wegen knapper Rohstoffe und fehlender Ladeinfrastruktur steigt die Zahl der Elektroautos einer Studie des ZSW zufolge weltweit sprunghaft. Auch deutsche Autobauer konnten sich der Studie nach gut positionieren.

Bis Anfang 2018 ist der Bestand auf 3,2 Mio. Stromer angestiegen - ein Plus von 55 % verglichen zum Vorjahr – so das das in Stuttgart ansässige Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW). Getrieben wurde der Markt vor allem von China, die erfolgreichsten Hersteller waren die chinesischen Konzerne BYD (Build Your Dreams) und BAIC (Beijing Automotive Industry Holding).

Bestand Elektro Autos weltweit im Jahresvergleich von 2012 bis 2017
In Deutschland waren im vergangenen Jahr rund 93.000 E-Autos zugelassen. Im Jahr 2013 waren es noch 13.500. 
© ZSW

Bleibe die Wachstumsrate annähernd auf dem Niveau von 2017, werde die Zahl der jährlichen Neuzulassungen bei E-Autos 2025 bei weltweit mehr als 25 Mio. liegen, sagte ZSW-Vorstand Werner Tillmetz. Dies entspreche der Ankündigung vieler Hersteller, bis dahin ein Viertel ihrer Produktion auf E-Autos umgestellt zu haben. Tillmetz betonte, für solche Wachstumsraten müsse die Zellproduktion enorm ausgeweitet werden.

In China rollen der Studie zufolge derzeit mehr als 1,2 Mio. Stromer über die Straßen. Allein im vergangenen Jahr kamen 579.000 dazu. In den USA stieg die Zahl der E-Mobile um 195.000 auf über 750.000 Stück. Deutschland habe vergleichsweise schlecht abgeschnitten - dennoch gab es einen Anstieg um über 54.000 Neuzulassungen auf rund 93.000 Autos insgesamt. Der Anteil der Neuzulassungen habe aber nur bei 1,6 % gelegen. Hinter den erfolgreichen chinesischen Autobauern und dem US-Konzern Tesla (rund 87.000 E-Autos) kam BMW (rund 68.000) auf den vierten Rang, gefolgt von VW mit 52.000 E-Autos. Gezählt wurden alle Fahrzeuge, die mit Strom betankt werden, also auch Plug-In-Hybride.


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Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW), dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH