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Antriebstechnik

'Smart Motor' reduziert Variantenvielfalt um bis zu 70 %

28. Januar 2019, 00:30 Uhr   |  Tim-Oliver Ricke


Fortsetzung des Artikels von Teil 3 .

Drehmoment- und Stromstöße werden vermieden

Bei netzgeführten IE3-Motoren macht sich ein signifikant höheres Anlaufmoment bemerkbar, das diese Motoren im Vergleich zu bisherigen IE1- oder IE2-Motoren bauartbedingt aufweisen. Dieses hohe Anlaufmoment wirkt sowohl auf die Mechanik als auch auf das Getriebe ein und führt zu mehr Verschleiß und damit höheren Wartungsaufwänden bis hin zu mechanischen Überlastungen. Mit einstellbaren Beschleunigungs- und Verzögerungsrampen vermeidet der Smart Motor solche Drehmoment- und Stromstöße beim Anlauf. Damit wird sowohl die Mechanik des Förderbandes als auch das Fördergut geschont.

Auch das Bremsen ist elektronisch geregelt. So wird immer ein konstanter Bremsweg eingehalten, unabhängig von der Last. Die Lichtschranke für das Stopp-Signal ist daher immer an der gleichen Stelle montiert. Nicht zuletzt ist eine (optionale) Haltebremse integriert. Anders als bei Netzmotoren, bei denen beim Abfallen des Schützes die Bremse bei voller Fördergeschwindigkeit aktiviert wird und der Bremsweg lastabhängig ist, zeigt der Smart Motor eine hohe Anhaltegenauigkeit von wenigen Zentimetern und muss keine mechanische Reib­arbeit verrichten. Demensprechend gibt es an dieser Stelle keinen Verschleiß und Wartungsaufwand zum Nachstellen der Bremse oder zum Nachjustieren der Lichtschranken. Auch um die Bremsenspannung, Bremsgleichrichter und Bremsenlogik muss sich der Anwender nicht kümmern – das macht der Smart Motor selbst.

Autor:
Tim-Oliver Ricke ist Global Segment Manager Intralogistik bei Lenze.

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1. 'Smart Motor' reduziert Variantenvielfalt um bis zu 70 %
2. Sparsamer als IE3
3. Bis zu 70 % weniger Varianten
4. Drehmoment- und Stromstöße werden vermieden

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