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Siemens veräußert Cavex-Technologie

04. Juli 2011, 09:15 Uhr   |  Günter Herkommer

Siemens veräußert Cavex-Technologie
© Siemens

Cavex-Schneckengetriebe

Die Siemens Geared Motors GmbH (ehemals Flender), eine Tochter der Siemens AG, hat Patente und Geschäftsverbindungen ihrer "Cavex"-Schneckengetriebe und Schneckenradsätze an langjährige Geschäftspartner verkauft. Der Grund: Die Technologie zählt nicht mehr zu den Kern-Portfolio-Elementen der zur Division Drive Technologies gehörenden Siemens-Einheit.

Käufer der Cavex-Technologie ist die neu gegründete Cavex GmbH & Co. KG mit Sitz in Bodelshausen, ein Gemeinschaftsunternehmen der Antriebsspezialisten Welter Zahnrad GmbH (Lahr) und Zahnradfertigung Ott GmbH & Co. KG (Bodelshausen). Geschäftsführer des neuen Unternehmens, welches die relevanten Patente und Geschäftsverbindungen des Cavex-Geschäfts übernimmt, ist Dr. Peter Leoni. Eine Übertragung von Mitarbeitern findet nicht statt. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Von ihren Geschäftsräumen in Ofterdingen bei Stuttgart wird die Cavex GmbH & Co. KG künftig alle Branchen des Maschinen- und Anlagenbaues mit Cavex-Radsätzen und Cavex-Getrieben beliefern. Angestrebt ist ein Umsatz im deutlich zweistelligen Euro-Millionenbereich.

Cavex-Getriebe bieten aufgrund ihrer speziellen Verzahnungsgeometrie hohe Übersetzungen auf engstem Raum und zeichnen sich durch besonders hohe Drehmomente und Wirkungsgrade aus. Jens Klein, Geschäftsführer der Siemens Geared Motors GmbH, kommentiert den Verkauf mit den Worten: „Wir sind sehr zufrieden, diesen Portfolio-Schritt mit unseren langjährigen Geschäftspartnern in der neuen Cavex GmbH & Co. KG realisieren zu können. So sichern wir auch für unsere Bestandskunden einen guten Übergang.“ Die reine Schneckengetriebe-Technik habe zwar durchaus Zukunft, spiele jedoch im integrierten Antriebsstrang-Konzept der Drive Technologies keine zentrale Rolle mehr. Komplette Schneckengetriebelösungen im Umfeld von Fahrtreppen- und Aufzugsapplikationen sind von der Veräußerung nicht betroffen und verbleiben bei Siemens.

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