Zwischenbericht

Schaeffler meldet Erholung im 3. Quartal

10. November 2020, 11:01 Uhr | Andrea Gillhuber
Konzernzentrale der Schaeffler AG in Herzogenaurach.
Konzernzentrale der Schaeffler AG in Herzogenaurach.
© Schaeffler

Schaeffler meldet trotz Umsatzrückgang ein »starkes« 3. Quartal. Grund dafür ist die EBIT-Marge vor Sondereffekten. Außerdem wagt der Konzern eine Prognose für 2020.

Der Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler meldet für das 3. Quartal einen Umsatz von 3,396 Mrd. Euro (Q3/2019: 3,613 Mrd. Euro). Währungsbereinigt entspricht dies einem Rückgang von 2,6 %. Die Industrie-Sparte verzeichnet einen Rückgang währungsbereinigt um 8 % von 877 Mio. Euro auf 776 Mio. Euro.

Januar bis September 2020 im Überblick

Die Schaeffler Gruppe erzielte in den letzten neun Monaten einen Umsatz in Höhe von 8,971 Mrd. Euro (Vorjahr: 10,839 Mrd. Euro). Währungsbereinigt war der Umsatz in diesem Zeitraum insbesondere als Folge des Nachfragerückgangs im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie um 15,4 % rückläufig. Erst im dritten Quartal verbesserte sich die Nachfrage und der Rückgang betrug im Vergleich zum dritten Quartal des Vorjahres nur noch 2,6 %.

Schaeffler Zwischenbericht Q3/2020

Industrie-Sparte von Schaeffler
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Schaeffler: Sparte Automotive Technologies
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Schaeffler-Sparte Automotive Aftermarket
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Grund für den Umsatzrückgang war die volumenbedingt rückläufige Umsatzentwicklung in allen drei Sparten. Die vier Regionen waren unterschiedlich von der Pandemie betroffen, so konnte die Region Greater China aufgrund der im zweiten Quartal in der Region einsetzenden Erholung ein Umsatzwachstum von 8,1 % (währungsbereinigt) aufweisen, im dritten Quartal lag der Zuwachs gegenüber dem Vorjahresquartal bei 16,5 %. Die übrigen drei Regionen wiesen in den ersten neun Monaten währungsbereinigt jeweils einen deutlichen Umsatzrückgang auf: Europa ging um 22,6 % zurück, Americas um 18,4 % und in Asien/Pazifik 19,3 %.

Von Januar bis September 2020 erzielte die Schaeffler Gruppe ein EBIT vor Sondereffekten in Höhe von 385 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 883 Mio. Euro). Dies entspricht einer EBIT-Marge vor Sondereffekten von 4,3 % (Vorjahr: 8,1 Prozent).

Belastet war das EBIT im Berichtszeitraum durch Sondereffekte in Höhe von 798 Mio. Euro (Vorjahr: 88 Mio. Euro). Darin enthalten war eine im ersten Quartal vorgenommene Wertminderung des der Sparte ‚Automotive Technologies‘ zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwertes um 249 Mio. Euro. Zudem umfassen die Sondereffekte Aufwendungen in Höhe von 549 Mio. Euro für die Ausweitung der Spar- und Effizienzprogramme RACE (Sparte Automotive Technologies), GRIP (Sparte Automotive Aftermarket) und FIT (Sparte Industrie). Mit diesen Sondereffekten, insbesondere im Zusammenhang mit dem im September kommunizierten Abbau von Arbeitsplätzen, betrug das EBIT minus 413 Mio. Euro (Vorjahr: plus 795 Mio. Euro).


  1. Schaeffler meldet Erholung im 3. Quartal
  2. Sparte ‚Industrie‘ im Detail
  3. Free Cash Flow über Vorjahr
  4. Neu Prognose für Geschäftsjahr 2020

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