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Clever verpackt - vollautomatisierte Verpackungsmaschine

Wie lassen sich Kekse schnell verpacken, ohne zu brechen? Eine vollautomatisierte Verpackungsmaschine macht es möglich: Die einzelnen Komponenten – von der digitalisierten Antriebstechnik bis hin zur Steuerung – sind optimal aufeinander abgestimmt.
© Sigmacontrol, TG Packaging

Wie lassen sich Kekse schnell verpacken, ohne zu brechen? Eine vollautomatisierte Verpackungsmaschine macht es möglich: Die einzelnen Komponenten – von der digitalisierten Antriebstechnik bis hin zur Steuerung – sind optimal aufeinander abgestimmt.

Das belgische Unternehmen TG Packaging entwickelt und baut vollautomatische, an die Bedürfnisse im Lebensmittelbereich angepasste Verpackungsmaschinen und komplette Produktionslinien. Kekse können damit ebenso wie Waffeln, Kaffee und auch Tiernahrung portions- oder stückweise gestapelt, in Trays geladen und verpackt werden. Der laut eigenen Angaben Marktführer in der Handhabung und Verpackung unter anderem von Keks-Fourré – das sind die Doppeldecker-Kekse mit dazwischenliegender Schokocreme-Füllung – brachte vor Kurzem für die Faltverpackung mit ‚Easy-Open-System‘ der beliebten Nascherei eine neue Highend-X-Fold-Maschine unter der Bezeichnung ‚CM90 X-Fold‘ zur Serienreife. Die Automatisierungstechnik dafür stammt von Sigmatek, dessen niederländischer Partner Sigmacontrol das Projekt mit seinem Know-how unterstützte. Die kompakten, robusten Hardware-Komponenten des Salzburger Herstellers punkteten in Sachen Platzersparnis ebenso wie die disziplinübergreifende, objektorientierte Engineering-Software ‚Lasal‘ beim Zeitaufwand fürs Programmieren. Herausgekommen ist eine effiziente All-in-one-Lösung, die eine Durchgängigkeit von der Steuerung bis zu den Antrieben sowie von der Sicherheitstechnik bis zur Visualisierung gewährleistet.

Smarte Konstruktion für mehr Effizienz

Vergleicht man die ‚CM 90‘ mit dem Vorgängermodell ‚CM 60‘, so unterscheiden sich die beiden bereits in der Grundkonstruktion: Alle Maschinenkomponenten sind bei der CM 90 auf einer circa 10 cm dicken Aluminiumplatte montiert; so können Spiel und Drehmoment auf ein Minimum reduziert werden und die Maschine bei Bedarf mit den notwendigen Modulen erweitert werden. Zwei redundante vollautomatische Folienwalzen sorgen bei der neuen Maschine für die fließende Übergabe der Folie.

Clever Keksverpackung

Bei einem Flow-Packer läuft die Folie kontinuierlich durch und wird dann abgeschnitten, bei der X-Faltung nimmt man immer ein Stück Folie und das Produkt wird durchgeschoben.
© Sigmacontrol, TG Packaging
Zur Steuerung der Servomotoren ist das modulare Multiachs-Servosystem ‚Dias-Drive MDD 100‘ im Einsatz.
© Sigmacontrol, TG Packaging
Blick in den Schaltschrank der neuen Faltmaschine: ‚S-Dias‘-Steuerungs-komponenten und jede Menge I/O-Module – Safety inklusive.
© Sigmacontrol, TG Packaging

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Zwar gibt es dieses System schon viele Jahre für Schlauchbeutelmaschinen, sogenannte ‚Flow-Packer‘, bislang jedoch nicht für X-Falt-Maschinen: Bei einem Flow-Packer läuft die Folie kontinuierlich durch und wird dann abgeschnitten, bei der X-Faltung nimmt man immer ein Stück Folie und das Produkt wird durchgeschoben. Mit einem servogesteuerten Arm wird die intermittierende Bewegung in eine kontinuierliche Bewegung umgewandelt. So konnte der Splicer des Flow-Packers in die neue Maschine integriert werden – ein großer Vorteil. Zu den weiteren Besonderheiten, die bei dieser Maschine umgesetzt wurden, zählen etwa ein automatisches Schmiersystem sowie Sensoren, die jeden Schritt des Prozesses verfolgen, zum Beispiel die Höhen- und Positionskontrolle der Zuführung, die Positionen der Folie und Wellpappe oder die Slug-Einzugsbreite.

Die so gewonnenen Daten werden in der Maschine gespeichert, analysiert und zur Optimierung des Verpackungsprozesses verwendet. Für die Qualitätskontrolle ist ein Inspektions- und Ausmusterungssystem sowohl bei der Zuführung als auch der Ausgabe integriert. Zum Ausschuss kommt es unter anderem bei falscher Position der Folie, der falschen Positionierung des Aufreißbandes oder bei schlechter Verklebung. Der Ausschuss respektive die ausgemusterten Produkte können jetzt auch über die Software zurückverfolgt werden. So lassen sich die Ursachen für einen etwaigen Effizienzverlust einfacher ergründen.


  1. Clever verpackt - vollautomatisierte Verpackungsmaschine
  2. Höhere Produktivität durch Servoantriebe

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