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Projekt 'DC-Industrie' - Teil 2: Die Energieverteilung und Antriebstechnik im Gleichstromnetz

Forschung und Industrie arbeiten daran, die ­Stromversorgung industrieller Anlagen über ein smartes Gleichstromnetz neu zu gestalten. Dieser Artikel beschreibt die Einspeisung, Energieverteilung und Antriebstechnik der ­erarbeiteten Systemspezifikation im Projekt 'DC-Industrie'.

Versorgung und Antriebstechnik im DC-Netz Bildquelle: © Lenze

Seit vielen Jahren sind im Bereich der industriellen Antriebstechnik herstellerspezifische räumlich konzentrierte DC-Verbünde Stand der Technik. Diese Systeme bestehen in der Regel aus einem Versorgungsmodul (AC/DC-Wandler) und mehreren angeschlossenen Antriebswechselrichtern. Durch die direkte Zwischenkreiskopplung der Wechselrichter ist Brems-Energie ohne zusätzlichen Aufwand nutzbar. Untersuchungen zeigen, dass auf diese Weise bei intermittierenden Bewegungsabläufen oder Hubanwendungen eine Energie-Einsparung von typischerweise bis zu 30 % erreichbar ist.

Obwohl fast alle industriellen Antriebe intern über einen DC-Zwischenkreis verfügen und auch nahezu jeder Hersteller von Antriebstechnik proprietäre DC-Verbünde anbietet, ist eine herstellerübergreifende Zwischenkreiskopplung bis dato nicht möglich. Der Grund hierfür ist, dass keine allgemein anerkannten Regeln existieren, wie sich Geräte – wie zum Beispiel Antriebswechselrichter – an ihren DC-Anschlüssen zu verhalten haben.