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Sicherheit auf dem Elektrorad: Erstes ABS für E-Bikes 

Der Zweirad-Fachhandelsverband (ZEG) stellt erstmals E-Bikes mit dem von Bosch und Magura entwickelten Antiblockiersystem vor.

Viele E-Bikes sind heute mit stark wirkenden Scheibenbremsen ausgestattet. Diese lassen sich zwar gut dosieren, doch bei einer Schreckbremsung oder vermindertem Reifengrip durch Feuchtigkeit oder Straßenschmutz kann es trotzdem zum Blockieren der Laufräder kommen.

Zur Unfallvermeidung beitragen könnte ein Antiblockiersystem (ABS) für E-Bikes. Die schon 1978 von Bosch vorgestellte Technik lässt sich zusammen mit der vom Entwicklungspartner Magura gelieferten Bremsanlage inzwischen auf kleinem Raum unterbringen. Am ‘Pegasus Savona EVO 10’ und dem ‘Flyer Upstreet 4’ – zwei der ersten am Markt verfügbaren E-Bikes mit dem neuen System – bringt der Bremsassistent etwa 800 g Mehrgewicht mit.

Funktionsweise des E-Bike-ABS

An den Bremsscheiben beider Laufräder sitzen Sensoren, die die Raddrehzahl messen. Kommt es zu einem starken Abfall der Drehzahl bzw. zu einem deutlichen Drehzahlunterschied vorne und hinten, senkt die in der Box am Lenker angebrachte ABS-Kontrolleinheit den Bremsdruck für Sekundenbruchteile, bis das Laufrad wieder rollt; dann wird wieder Bremsdruck aufgebaut. Dieser Vorgang kann sich etliche Male pro Sekunde wiederholen, sodass man trotz voll durchgezogenem Bremshebel sicher zum Stehen kommt. Da ein blockierendes Hinterrad kein so großes Problem ist, greift das System beim E-Bike nur in die vordere Bremse ein – und dort ist der Effekt verblüffend: Egal, wie beherzt man am Bremshebel eines ‘Pegasus Savona’ oder ‘Flyer Upstreet 4’ zieht, die Bremskraft der starken Stopper wird so genau dosiert, dass man auch beim Bremsen in Schräglage nicht das Risiko eingeht, wegzurutschen.