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Ladenetz / Elektromobilität: Telekom rüstet eigene Infrastruktur zu Ladestationen auf

Die Deutsche Telekom hat die ersten öffentlichen Stromtankstellen für Elektrofahrzeuge in Betrieb genommen: in Berlin und Bonn. Hierfür nutzt der Kommunikationsdienstleister bereits existierende eigene Infrastruktur und möchte so schrittweise ein bundesweites Ladenetz schaffen.

Kabelverzweiger Telekom lädt Elektroauto Bildquelle: © Deutsche Telekom

Ein Elektrofahrzeug wird an einem "Kabelverzweiger" der Deutschen Telekom geladen.

Die Deutsche Telekom nutzt für den Ausbau des Ladenetzes ihre für Festnetz- und Internetverbindungen notwendigen “Kabelverzweiger”. Die “grauen Kästen” am Straßenrand erhalten hierfür eine eigene Stromversorgung und eine digitale Messstelle. Diese Nutzung bereits vorhandener Infrastruktur erspart zusätzliche Aufbauten im Stadtbild. Pro Ladestelle lassen sich zwei Fahrzeuge über einen Ladestecker Typ 2 mit je 11 kW versorgen. Diese „Destinationsladestellen“ bieten innerhalb einer Stunde je nach Fahrzeugtyp Strom für eine Reichweite von 50 bis 75 km. Der zusätzlich benötigte Strom stammt aus erneuerbaren Energiequellen.

In Bonn schloss die Telekom zusätzlich zu der Destinationsladestelle die erste Schnell-Ladesäule ans Netz an. Parallel zu den Destinationsladestellen plant das Unternehmen in den nächsten drei Monaten rund 100 Schnell-Ladestationen. In den kommenden drei Jahren sollen sie bundesweit auf rund 500 Stück anwachsen. Die Schnell-Ladesäulen sind laut Telekom unabhängig von der bereits vorhandenen Telekommunikations-Infrastruktur und bieten den Nutzern bis zu 150 kW. In nur zehn Minuten lädt ein Fahrzeug hier Strom für etwa 100 km Reichweite.