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Lenze-Gruppe: 50-Mio.-Invest in Industrie-4.0-Fabrik

Lenze hat Ende September den Grundstein für den 'Mechatronic Competence Campus' (MCC) in Extertal gelegt. Der hochmoderne Entwicklungs- und Fertigungsstandort in Nordrhein-Westfalen ist mit ca. 50 Mio. Euro die bislang größte Einzelinvestition des Unternehmens.

Mechatronic Competence Campus von Lenze Bildquelle: © Lenze

Legten gemeinsam den Grundstein für das MCC (v.l.): Armin Laschet (Ministerpräsident Nordrhein-Westfalen), Monika Rehmert (Bürgermeisterin Extertal), Babette Herbert mit Enkelkindern und Nikolaus Belling (Gesellschafter des Unternehmens und Mitglieder der Gründerfamilie) sowie Christian Wendler (CEO Lenze).

Der entstehende Neubau, der 2020 in Betrieb gehen soll, umfasst 7.500 Quadratmeter. Insgesamt stehen auf dem Campus 30.000 m2 für Entwicklung, Fertigung, Service und Lager zur Verfügung. Im Endausbau sollen im MCC rund 800 Mitarbeiter beschäftigt sein, die bislang auf drei getrennte Standorte in Extertal verteilt sind. „Mit dem MCC schaffen wir nicht nur eine der zukunftsorientiertesten Mechatronik-Produktionsstätten Deutschlands, sondern vor allem auch ein wichtiges Referenzprojekt für die Zukunft der Zusammenarbeit. In agilen, interdisziplinären Teams werden unsere Mitarbeiter in Extertal künftig auf zahlreichen offenen Flächen zusammenarbeiten und für unsere weltweiten Kunden die besten mechatronischen Lösungen und Services erarbeiten“, betont Christian Wendler, CEO von Lenze.

Entscheidende Verbesserungen soll es aber auch in der Produktion geben. „Hier kommen neueste Automationstechniken zum Einsatz“, so Dr. Hans-Peter Mertens,  Geschäftsführer der Lenze Operations GmbH. Industrie 4.0 finde auf dem MCC ihren praktischen Niederschlag. Vernetzung und Steuerung werden von Grund auf neu konzipiert, basierend auf einer SAP-Umgebung. In der Produktion selbst kommen fahrerlose Transportsysteme zum Einsatz, direkt angeschlossen ist ein modernes Hochregallager mit Platz für mehr als 16.000 Paletten.

Die Veränderungen gegenüber den bisherigen Produktionsabläufen werden Mertens zufolge dramatisch sein. Der Make-2-Order-Prozess, bei dem aus vorgefertigten Elementen die kundenspezifischen Fertigprodukte entstehen, soll zwischen 50 und 85 Prozent schneller werden – im Extremfall sinke die Durchlaufzeit von 32 Tagen auf nur noch 5, weil unnötige Materialbewegungen und Liegezeiten wegfallen. 300 Palettenkilometer pro Jahr werden künftig eingespart, 10 % weniger Energie und 48 % weniger Fläche benötigt.

Was sich ab 2020 in Extertal bewähren muss, soll danach auch auf die anderen Lenze-Standorte weltweit ausgerollt werden.