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Abfüllung von Lebensmitteln: Achsen perfekt synchronisiert

Die aseptische Abfüllung von Lebensmitteln ist eine ­diffizile Aufgabe. ­Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die in den Maschinen ein­gesetzte Automatisierungstechnik, insbesondere in puncto Bewegungssteuerung. Ein Beispiel.

Aseptische Abfüllung von Lebensmitteln, SEW Bildquelle: © VMS

Wenn flüssige oder pastöse Lebensmittel wie Konfitüren oder Joghurt auch ohne Konservierungsstoffe beziehungsweise ohne Kühlung viele Wochen haltbar sind, dann liegt das ­maßgeblich an der keimfreien Abfüllung. Verderbliche Produkte aseptisch abzufüllen, erfordert allerdings ein hohes Maß an Sachkompetenz und Er­fahrung. Beides ist beim Familien­unternehmen VMS Maschinenbau in Obersontheim bei Schwäbisch Hall im Herzen des deutschen ‚Packaging Valley‘ vorhanden.

Mit der patentierten Kontifill-Linie fertigt VMS aseptische Abfüllmaschinen, die sich modular und flexibel auf unterschiedliche Abfüllgebinde und -varianten anpassen lassen. In einem getakteten oder kontinuierlichen Prozess werden dabei flüssige und pastöse Produkte wie Konfitüren oder Molkereiprodukte in Becher, Flaschen oder Eimer abgefüllt und die Gebinde mit einem aufgeschweißten Aluminiumdeckel versiegelt. Beim Durchlauf durch die Maschinen lassen sich mit dem patentierten Twist-Füller gleich mehrere Produkte in beliebiger Abfolge einfüllen und somit farbige Muster und selbst bunte Schriftzüge erzeugen.

Um ein Maximum an Keimfreiheit sicherzustellen, werden der Füller und seine Umgebung beim Endkunden über ein Tunnelsystem mit Steril-Luft versorgt. Außerdem werden in den Maschinen die zu befüllenden Gebinde zunächst mit Wasserstoffperoxid desinfiziert und danach mit steriler Heißluft getrocknet. Dies stellt die Keimreduktion sicher und reduziert den Restgehalt an Wasserstoffperoxid auf weniger als 0,5 ppm. „Die Hygienesicherheit ist für unsere Kunden auch deswegen so wichtig, weil gerade im Lebensmittelbereich Produktrückrufe nicht nur Lieferengpässe und hohe Kosten für die Entsorgung ganzer Chargen nach sich ziehen, sondern auch den Ruf einer Lebensmittelmarke nachhaltig schädigen können“, so VMS-Marketingleiterin Daniela Kraft.