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Festo: Wirtschaftlich "handeln"

Festo präsentierte auf der SPS IPC Drives 2017 neue Konzepte – von Handling-Systemen über Antriebe bis zu einem neuen Automatisierungssystem.

Sperling von Festo Bildquelle: © Festo

Dr. Wolfgang Sperling: "Wichtige Kriterien unserer Neuheiten sind durchgängige Schnittstellen sowie eine offene Automatisierungsarchitektur mit durchgängiger Konnektivität."

“Im Shopfloor gilt es, die mechanische Konnektivität umzusetzen. Hier helfen die wirtschaftlichen Handling-Systeme von Festo, Raumeffizienz im Montagesystem zu erreichen – kompakt und kostengünstig bei optimalem Verhältnis zwischen Einbau- und Arbeitsraum“, erklärt Dr. Wolfgang Sperling, Leiter der Business Unit Electric Automation bei Festo. So zeigte das Unternehmen, seine neuen Spindel- und Zahnriemenachsen ELGC sowie den Mini-Schlitten EGSC, die sich adapterfrei nach dem so genannten „One-size-down“-Konzept (eine Größe kleiner) zu kompakten Handling-Systemen montieren lassen – egal ob es sich dabei um Pick- and Place-Lösungen, Linien- oder Raumportale handelt. Dabei lässt sich die kleinere Aufbauachse ohne zusätzliche Adapterplatte und nur durch die universellen Befestigungsprofile direkt mit der größeren Grundachse kombinieren. Damit sollen besonders kompakte Handling-Systeme möglich sein. Zudem benötige der Anwender für den Zusammenbau kein spezielles Know-how oder Sonderwerkzeug. “Gerade für Montageanlagen, Test- und Prüfsysteme, im Kleinteilehandling, in der Elektronikindustrie oder bei Desktop-Anwendungen sind sie die geeigneten Handhabungssysteme”, betont Sperling.

Die Spindel- und Zahnriemenachsen ELGC mit ihrer innenliegenden, geschützten Kugelumlaufführung eignen sich für XY-Bewegungen und vertikale Z-Bewegungen. Der Mini-Schlitten EGSC zeichnet sich laut Festo durch seinen ruhigen Spindellauf aus und ist prädestiniert für vertikale Z-Bewegungen oder geführte lineare Einzelbewegungen in jeder Einbaulage. „Die Antrieben glänzen im Clean Look und mit gewichtsoptimiertem Design“, ergänzt Sperling. Zudem seien mit abgestimmten Schnittstellen und optimierten Adapterbausätzen die dazu gehörenden Motoren flexibel montierbar.

Elektrische Konnektivität ergänzt

Passend zur beschriebenen Elektromechanik ergänzt Festo mit Servomotoren, Servoreglern und Steuerungen auch die elektrische Konnektivität. Beispielsweise ist der Servomotor EMME-AS auf den Systembaukasten der Achsen ELGC sowie den Mini-Schlitten EGSC von Festo abgestimmt. Unterstützung erhält er vom Servomotor-Controller CMMP-AS für das präzise Positionieren.

Einen weiteren Baustein präsentierte Festo mit dem Automatisierungssystem CPX-E. “Mit ihm verbinden Anwender ihre eigene Steuerungswelt und Antriebssysteme in der Maschine mit Festo Motion Control und Remote-I/O von Festo zu einer durchgängigen Konnektivität auf allen Ebenen”, erklärt Sperling. CPX-E ist die einheitliche durchgängige Plattform von Festo für Kombinationen von Servo- und Schrittmotortechnik im reibungslosen Mischbetrieb. Konzipiert als EtherCAT-Mastersteuerung und Motion Controller in IP20 wird CPX-E zum zentralen Steuerungssystem für die Handhabungstechnik. Für die Ausprägung als kompaktes und günstiges Remote I/O gibt es mehrere Busmodule. Mit NE21-spezifischen Zulassungen wird das Modul auch das zentrale Steuerungssystem für die Prozessautomatisierung.